2013-10-07 San Diego – Kingman:

Die letzte Nacht war kurz. Schon um 6 Uhr wurde gefrühstückt. Der Kaffee war schnell alle. Um Waffeln zu backen, hatten auch nicht alle die Muse.
Zwei neue Busfahrer haben echte Probleme unsere vielen Koffer zu verstauen.
Der leuchtend rote Sonnenaufgang verheißt gutes Wetter.
131007_Sonnenaufgang
Ankunft in der Albert Einstein Academy.
Dies ist eine Charter Schule. Sie wird durch einen eigenen Vorstand geleitet und muss nur gegenüber der kalifornischen Regierung den eigenen Lehrplan abstimmen.
Die Schulleiterin Frau Schläfer ist vor 18 Jahren mit ihrem amerikanischen Mann hierher ausgewandert. Mit 23 Schülern begann der Unterricht. Heute sind 830 SchülerInnen in acht Klassenstufen. In der Regel haben die Eltern eine Beziehung zu Deutschland und wollen, dass ihre Kinder deutsch lernen.
In der Elementary School (Klassen 1 … 5) läuft ein „emersion” Programm; d.h. eine Woche wird komplett in deutscher Sprache, eine Woche in englischer unterrichtet. In den Middle School Klassen 6 bis 8 ist Deutsch nur noch Fremdsprache im Lehrplan.
In dieser Woche baut die Schule viele Elemente zum Thema Oktoberfest ein. Manche Lehrerinnen tragen Dirndl. Es werden viele Klischees über Deutschland bedient. Dass die beiden Orchester in San Diego sind ist perfekt, um ein deutsch geprägtes Konzert zu veranstalten.
Auf dem Gelände sind sehr viele Elementary Schüler mit einer ganzen Reihe Eltern. Gruppenweise laufen oder rennen sie um das Sportfeld und erhalten bei jeder absolvierten Runde ein Holzstäbchen. Diese werden später pro Schüler gezählt. So wird wohl die Bewegung gefördert, um konzentriert am Unterricht teilnehmen zu können.
131007_SchulkinderWarmlaufen
Als die GVK ihr Warmspielen beendet, verschwinden alle zum Schulbeginn. Willi meint: „Jetzt hanner mit de Kapell all verscheucht!“ dazu meint Alex: „Nä, die hann gesieh, dass ihr jetzt kummen.”
Kurz bevor es losgeht kommen ca. 400 Schüler mit ihren Stühlen und ihren LehrerInnen auf den Pausenhof zurück. Sie reihen sich diszipliniert in die Reihen ein, um etwa eine Stunde  der Musik zu lauschen. Alle Ansagen werden in deutsch gemacht.
Von den AO Stücken ist „Pirates of the Carribean” bekannt. Bei „Lord of the dance ” gehen viele rhythmisch mit.
131007_AO1
Die GVK begeistert mit „Buglers holiday”, bei „Böhmischer Traum” tanzen zwei Lehrerinnen miteinander, eine andere Lehrerin fordert ihre Schülerin zum Tanz und auf dem Sportrasen tanzen 6 Mädels einen Reigen. Die Kids hören dann noch zwei Lieder mit pfälzischen Text: „Rocktown” und „Üwwer 7 Brücke”.
131007_GVK1
131007_GVK_Tänzerinnen
131007_Tänzer_Reigen

Frau Schläfer dankt den beiden Orchstern für das Konzert, mit dem Hinweis „Es waren die größten Ensembles, die bisher hier gespielt haben”.
Dann wieder alles verladen.
131007_Verladen
Etwa eine Stunde Fahrt in den Bussen führt nach San Clemente. Das ist ein wunderschöner Badeort direkt am Pazifik. Überall hohe Palmen vor dunkelblauem Himmel und weißen Wolken. Die Häuser strahlen Wohlstand aus.
Die meisten von uns haben schon Badesachen an und gehen in den perfekten Wellen schwimmen oder sonnen sich.
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Da die Instrumente in den nächsten fünf Tagen nicht gebraucht werden, werden sie in einem kurzfristig organisierten Lager untergebracht und der Truck kann in dieser Zeit auf einem Privatparkplatz stehen.

Zwei Stunden Aufenthalt waren geplant. Um unsere Trucker mitzunehmen, müssen wir über eine Stunde länger warten. Zeit noch ein paar Fotos zu machen, etwas Trinkbares einzukaufen. Grund für die Verspätung:
– die geplante Fahrzeit war zu optimistisch angenommen, Fahrzeuge dieser Kategorie dürfen nur 55, Busse aber 75 Meilen/Stunde fahren.
– dann müssen alle Musikinstrumente in einem Lager untergebracht werden.
– viel Arbeit für zwei Leute
– der vorgesehene Raum ist viel zu klein und ein größerer muss organisiert werden (der ist dann auch klimatisiert)
– alles muss mit einem Trolley etwa 100 Meter transportiert werden.
Der Mann unserer Reiseleiterin Jennifer bringt Holger und Roland schließlich mit dem Auto nach San Clemente, so können sie mit uns im Reisebus nach Arizona fahren.
6 Stunden Fahrt ohne Pause liegen vor uns.
Zur Unterhaltung wird gelesen, erzählt, ein paar Kerweborsch Lieder angestimmt.
Immer wieder ertönt zwischendurch der Schlachtruf „ZickeZacke ZickeZacke HeuHeuHeu“.
Während die öde Landschaft draußen vorbeizieht, schlafen manche ein.
Irgendwann singen die Mädels im hinteren Teil des Busses Lieder von „Wind of Change“ über „Halleluja“ bis „Skyfall“
Im vorderen Bereich werden manche Stücke der Kapelle „acapella“ intoniert.
Dann werden durch die Fensterscheiben viele Fotos vom phantastischen Sonnenuntergang gemacht.
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Gegen 21:00 Uhr Ankunft in Kingman, Arizona.
Im Cracker Barrel wird Salat und Maisbrot mit Butter serviert.
Als Hautgang gibt es Hackbraten und Kartoffelpüree mit Soße.
Als Nachtisch folgt noch ein Vanilleeis mit gehackten Nüssen.
Dazu eiskalte Getränke bis zum Abwinken.
131007_CrackerBarrel
Die ganze Mannschaft freut sich, gegen 23 Uhr in den Betten zu liegen.

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