Krk – Busrundfahrt Insel Kosljun Dobrinj

Es gibt ein perfektes Frühstück mit Buffet für jeden Geschmack, sogar „local & healthy “, teilweise mit Tisch im Wintergarten mit Buchtblick.

Wir haben die Wahl im Partybus 1 oder der Seniorenkutsche zu fahren. Die Reiseleiterin begrüßt uns „reisende Engel“ bei entsprechend lachendem Himmel. Ihre Freunde nennen sie „Radio Ingrid“ was wir im Laufe des Tages durchaus verstehen können, erzählt sie uns doch fast ohne Pause alles Wissenswerte über Krk.

„Amerikaner reisen, um de Welt zu sehen“ klärt sie uns auf. „Japaner dagegen wollen reisen, um zu fotografieren. Deutsche sind unterwegs, um zu sehen, ob das Programm korrekt durgeführt wird.“ Aha, deshalb erfahren wir bei jeder Etappe in Minuten und Sekunden, wie lange es dauert.

Bei einem Krk Rundgang lernen wir, dass Krk die größte Stadt auf der Insel Krk ist, eine von 30 Inseln in der Adria Bucht, die zweitgrößte der insgesamt 1246 Inseln Kroatiens. Nur 46 davon sind dauerhaft bewohnt.

Wichtigster Wirtschaftszweig Kroatiens ist der Tourismus. Ansonsten wird Landwirtschaft betrieben.  Oliven werden Ende Oktober geerntet, wobei dann die ganze Familie gefragt ist. Kinder, Freunde und Verwandte müssen bei der langweiligen Handarbeit helfen. Netze werden unter den über dreißig Jahre alten Bäumen ausgelegt, dass auch herabfallende Früchte gesammelt werden können. Jüngere Bäume tragen noch keine Früchte, der älteste Olivenbaum der Insel hat schon 1300 Jahresringe. Bei Feigenschnaps arbeiten die Mannschaften bis zum Abend. Die Oliven müssen noch am selben Tag bei maximal 26° gepresst werden. Ein Baum trägt 20-30kg Oliven. Daraus können 2-3 Liter Olivenöl gewonnen werden. Das „goldene Tröpfchen“ ist so gesund, dass man bei regelmäßigem Verzehr „solange lebt, bis man stirbt.“

Feigenschnaps ist ein Produkt der Feigenbäume, die meist zwischen den Olivenbäumen wachsen. Außer frischen Feigen, werden auch „lässt man auch Früchte auf holzige Brett trocknen. Verpackt mit Lorbeerblätter als Konservierung sind sie gut haltbar.“ Auf dem steinigen Karstboden gedeihen beide Baumarten und sorgen für wichtigen Schatten für die Kräuter am Boden. Wilde Arten von Salbei, Thymian und Basilikum sind wertvolle Nahrung für die teilweise freilaufenden Schafe. Neben Herdenschafen, die von Hirten betreut und täglich mit Glöckchen zum Melken herbeigerufen werden, sind die freilaufenden Schafe manchmal monatelang auf den unbewohnten Inseln sich selbst überlassen. Mit 130.000 Tieren sind sie gegenüber 17.000 Inselbewohnern glatt in der Überzahl. Das Fleisch der Lämmer ist durch die wilden Kräuter sehr aromatisch. Häufig sieht man entlang der Straße niedrige Trockenmauern aus aufgeschichteten Kalksteinen. Diese wurden vom Boden aufgelesen, um die Grundstücke voneinander zu trennen, und den Schafen ihre Weidebereiche zu begrenzen. Im Hochsommer dienen sie den Tieren auch als Schattenspender, im Frühjahr und Herbst Schutz gegen den Bora.

Bora ist ein heftiger Wind. Wenn der weiße Bora weht, „hängen die Metzger die Schinken in die Bäume. Die salzige Luft lässt sie trocknen und verleiht dem Prscut seinen würzigen Geschmack.“

Neben verschiedenen Möven und Entenarten, leben auf Krk auch 80 Weißkopfgänsegeier Paare. Als Jungtiere machen sie „Urlaub in Griechenland und Österreich“, kehren dann nach Krk zurück. Paare bleiben lebenslang zusammen und brüten auf unbewohnten Inseln.

 

Vom Fischerdorf Punat steht für acht Minuten, 10 Sekunden eine Schifffahrt zur Klosterinsel Kosj an. „Wichtigstes kroatisches Wort ist „pomoći „ =„Hilfe“, da die Fähre Titanic heißt. „Die Haie freuen sich über unseren Ausflug, heute“.

Das Kloster auf Kosj war im 18. Jahrhundert von Benediktinern nach ihrem Motto „bete und arbeite“ geführt. Es wurde Fischfang, Schaf-, Ziegen- und Eselszucht betrieben. Und ein gutes Bier gebraut. Daneben wurde in Salinen wertvolles Sals gewonnen, das den Frankopani half, in Rom politische Ziele zu erreichen. Außerdem wurden die in den Wäldern reichlich lebenden Marder gejagt, deren Felle als Zahlungsmittel für Steuern akzeptiert wurden.

 

Wir konnten ein bisschen Bau- und Lebensweise auf der Insel im Museum kennen lernen. Außerdem beeindruckende Exponate von Muscheln, Schnecken und anderen Meeresbewohnern.

Mit der Fähre zurück auf Krk, fahren wir nach Dobrinj, einem verwinkelten Dorf mit einer Schänke. Vor ihr sitzen viele junge Männer und singen mehrstimmig zur Gitarre, gut klingt das.
Wir erfahren noch von Radio Ingrid, dass dieser Ort seit dem Jahr 2000 durch den österreichischen Künstler Peter Infeld eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Er kaufte in den 1990er Jahren ein Patrizierhaushaus mit 400 m°2 und renovierte es aufwändig mit Materialien aus Österreich im Stil einer Galerie. Seitdem werden hier Kunstwerke aus der reichhaltigen Sammlung der Familie Infeld der Öffentlichkeit gezeigt.

Nur wenige Meter weiter eröffnet sich uns plötzlich ein umwerfender Blick auf die Bucht und die Berge des gegenüber liegenden Festlandes. Hier muss man Fotos schießen.

 

Ingrid wagt eine steile Behauptung als sie sagt „Wir essen hier viele Oliven und trinken Slivovitz. Was schätzen Sie, wie alt ich bin?“ Ihr Kollege Nenad aus dem Partybus antwortet schnell „80“, Ingrid darauf „und Nenad ist 85“. In diesem Moment beginnen die Glocken am Turm über uns zu lauten, und jede Diskussion ist unmöglich.

 

Zurück am Hotel, wollen etliche noch in der Bucht schwimmen gehen.

 

Andere sitzen lieber mit einem Glas Pan (Krk Bier) an der Strandbar und genießen die Aussicht mit trockenen Füßen. 

Das Abendessen stellt mal wieder vor schwierige Entscheidungen: Fischgericht, Fleisch oder eher Pizza? Es gibt soviel Auswahl, und alles duftet, sieht lecker aus und schmeckt mindestens phantastisch.

Die Livemusik schließlich macht noch richtig Laune, mit bekannten Hits bis hin zu „Rock-Town“ singen die meisten gerne und laut mit.
Als Marco „Purple Rain“ singt, explodiert die Stimmung. Nun übernimmt er das Musikprogramm mit Thorsten und Sarah begeistert mit „I will survive“

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ROK 2 KRK – eine neue Reise der beiden Orchester

Diese Reise geht ein bisschen anders:
von den Mitreisenden sind je etwa ein Drittel mit Privat PKW, per Bus, bzw „Flieger“ unterwegs. Die Flugreisenden können heute früh als letzte aufbrechen.
Kai lässt sich zu seinem Geburtstag gratulieren. Er durfte am Morgen schon einige Geschenke auspacken. Ohne Feier mit Freunden startet er mit großer Gesellschaft nach Krk.

Die Flugreservierungen werden im Bus ausgeteilt: „Reihe 21, is das noch im Fliescher, odder uff’m Balkon?“

Jemand erinnert sich „Wääsche eigendlich, dasses schunn 5 johr her iss, dass mer in Ameriga warn? Unn schunn zwää Johr seit Pole? Wie die Zeit vegeht! Unn wohi fahrmer als nexschdes? Iss dann Rognac dran? Amm liebschde dede mer widder uff Ameriga fahre, odder?“

Marko musste noch seine Katze aus dem Koffer scheuchen, dass sie nicht versehentlich mit auf Reisen geht.

Jana und Sarah haben schon am Vormittag erste Fotos von Krk gepostet, nachdem sie mit als erste das Ziel erreicht haben. Sieht super aus.

In Frankfurt ist einiges los, denn heute ist der erste Herbstferientag.
Alle Warteschlangen sind länger als üblich, aber das Sicherheitspersonal ist sehr freundlich und alles klappt.
Check absolviert, geboardet, dann stehen auch wir nicht vor dem Flugzeug, sondern einem Bus, der uns dorthin bringt. Fast 15 Minuten Fahrt quer übers Rollfeld.

Oh, keine Lufthansa Maschine, sondern eine von Air Nostrum. Naja, jede und jeder findet Platz. Die Flugbegleiterinnen müssen noch eben eine schwarz-gelb gestreifte blinde Passagierin einfangen und nach draußen befördern. Wespen an Bord sind eher unerwünscht. Dann kann es losgehen.
Die Turbinen heulen auf und die Maschine beginnt zu rollen „schalde, hopp schalde unn Sprit spare!“ meint jemand hinter uns.
Als nach dem Austeilen der Sandwiches „Chicken or Cheese?“ die Flugbegleiterinnen ein weiteres mal den Gang entlang kommen, kommt die Feststellung „Aah, jezz kummd de Kaffee; e Schdiggelsche Grimmelkuche deedich aach nemme“ 🙂

Über den Alpen sind die Berge recht klar sichtbar. Man müsste das Fenster aufmachen können, um einen besseren Blick zum Fotografieren zu haben.

Nach der Landung in Zagreb sind es noch etwa drei Stunden Busfahrt:
durch viele Tunnels, überall Einblicke in eine reizvolle Bergwelt, über die Krk Brücke zum Ziel: „Hotel oberhalb einer Adriabucht mit phantastischem Swimmingpool. “

Wir werden mit lautem Hallo durch die Bus- und PrivatfahrerInnen begrüßt. Zimmer beziehen, und ein bisschen die Umgebung erkunden ist angesagt.


Es ist klasse: gerade geht die Sonne hinter Krk unter und spiegelt sich tausendfach funkelnd auf dem Wasser.
Felsen säumen die Bucht, Kiefern und Steineichen stehen entlang des Uferwegs. Man hat Blick auf das türkisfarbene Meer und es riecht würzig, fast überdeckt durch einen den Hunger herausfordernden Essensduft.

Das Hotel spendiert einen Sekt zur Begrüßung,

Kai und Beate wird ein „Happy Birthday“ gesungen und dann treffen sich alle am reich gedeckten Abend-Buffet bei lokalen Spezialitäten; das ist Urlaub.