Die Reise Route

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Übersicht über die Konzerte: / Concert Overview:
October 05: 11:00-12:30 pm La Mesa > Oktoberfest < (watch interview on CommunitySpectrum.org)
October 06: 03:00-05:00 pm Fallbrook, San Diego at Bob Burton Center for the Performing
Arts (see Videos on YOUTUBE)
October 07: 08:30-10:00 am San Diego at Albert Einstein Academy
October 11: 07:00-08:30 pm Laguna Hills
October 17: 07:00-09:00 pm San Francisco at Petaluma Accordion Club of the
Redwoods (Dank des Präsidenten des Accordion Club, Tony Mustaro)

Route_kpl

Hier kann man die Route direkt in Google-maps anschauen.

Wer schreibt eigentlich diesen blog?

Und nun im Folgenden das Programm und die Orte:

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2013-10-18/19 Rückflug:

Beim Rückflug hat alles wunderbar funktioniert.
Es gab keine Verluste, weder beim Gepäck noch bei den Reisenden.
Es sind wieder 82 Reisende angekommen.

Frühstück im Hotel (bis 9.00 Uhr)

10.00 Uhr: Bustransfer zum Int. Airport San Francisco
Schwerer Abschied von den beiden Reiseleiterinnen Jennifer und Jill. In den gemeinsam verbrachten Tagen hat man sich kennen und schätzen gelernt.

Check-in und 14.45 Uhr: Rückflug nach Frankfurt.
131018_Einchecken
Flug Nr LH455 der Lufthansa mit einem Airbus A380-800 mit 526 Sitzplätzen.
131018_Airbus 380-800_Sitzplan
(Quelle: http://www.seatplans.com/files/Seat-Plans/Lufthansa/Lufthansa_A380-800.jpg)

Die Lufthansa hat es geschafft: mehr Flugkomfort (weniger „Schlagloch-Feeling“ bei Turbulenzen), dafür weniger Sitzkomfor durch weniger Platz zwischen Knien und Sitzlehne der Reihe davor.
Mit dem „Tussi-Täschchen“ zwischen den Knien ist es nicht ganz einfach 10 1/2 Stunden auszuhalten.
Zum Glück erhält jeder ein Kisschen und eine Decke gegen die Kälte in über 11.000 Metern Flughöhe. Die benötigt man auch und kann ein bisschen schlafen.
In der Zeit von 22:00 Uhr bis 6:oo Uhr ist es dunkel und still in der Kabine. Nur ab und an steht jemand für einen Gang zur Toilette auf. Man trifft schon mal andere aus der Reisegruppe. Bleibt man zusammen stehen, um ein bisschen zu reden, kommt bald eine Aufforderung sich bitte zu setzen.
Man habe Sicherheitsanweisungen, schließlich seien die Sauerstoffmasken und so weiter über den Sitzen angebracht.

Dirk erzählt mir:
„Weißt du was die Härte is?
Gestern hat mich eine freundliche Dame angesprochen: ‚Hallo, Herr Steen. Wir begrüßen Sie recht herzlich an Bord unserer A380.‘ Ich schaue die Frau an und weiß nicht, was hier gerade gespielt wird. Da der Platz neben mir gerade frei ist, setzt sie sich und stellt sich vor. ‚Kennst Du mich noch, Julia? Wir sind zusammen in Dienheim konfirmiert worden.
Unsere Eltern haben sich vor einigen Wochen unterhalten und von Deiner Reise in die USA erzählt. Ich bin jetzt Purserin bei der Lufthansa, also bei Flügen verantwortlich für das Kabinenpersonal.
Als ich den Termin für Euren Rückflug wusste, habe ich den Dienstplan so getauscht, dass ich jetzt hier an Bord bin.‘
Wir haben uns eine halbe Stunde über alles Mögliche unterhalten.
Das is echt der Hammer! Mir kommt es so vor, dass bei dieser Tour extrem viele positive Dinge passiert sind.
Das hier ist jetzt noch mal mein persönliches Highlight.“

Es wird noch ein Frühstück für die Fluggäste serviert. Erst werden, wie üblich die Gäste mit Diäten (glutenfreies Essen, vegane Speisen, besondere Zusammenstellungen für Diabetiker usw.) bedient. Der Rest geht dann nach etwa einer halben Stunde sehr schnell. Das Brötchen vom Vortag ist nicht mehr so knackig, aber mit Butter und Marmelade kann man es gut essen.
Kaffee und andere Getränke werden angeboten.
Apropos Speisen und Getränke; auch hier gibt es noch eine schöne Story:
Beim Konzert in Petaluma am Abend vor unserer Abreise, haben wir ausgiebig mit dem Präsidenten der „Loge der Hermanns Söhne“, Chris Wilhelmsen gesprochen. Sein Sohn war auch mit seiner Kamera beim Konzert und hat mir freundlicherweise einen exklusiven Blick auf den Konzertraum verschafft. Auf einer Galerie gab es hierfür ein Fenster, das er mir geöffnet hat.
Nun war dieser Herr am Morgen des Abflugs am Flughafen von San Francisco und hatte zwei Transparente dabei.
131018_AufWidersehen
Darauf war ein Foto der beiden Orchester abgedruckt, und „Vielen Dank für ein fantastisches Konzert gestern Abend!“
Dieser Mann ist IT Leiter der LSG SkyChef Gesellschaft, die für Essen und Trinken in den Flugzeugen verantwortlich ist.
Auf Rückfrage ruft er auf seinem Tablet Computer den Speiseplan auf und wir wissen bereits, dass es wahlweise Hühnchen auf Reis oder Pasta zum Abendessen an Bord gibt.
So klein kann die Welt sein.

131018_Gepäckabholung

Ankunft Frankfurt: 19.10.2013, 10.50 Uhr

Glückliche Ankunft in Rockenhausen um 14:30Uhr.
131018_AnkunftRockenhausen2
Jetzt erst mal wieder ankommen, Jetlag überwinden, Erkältungen kurieren und Familie und Freunde anrufen.

2013-10-17 San Francisco:

Letzter Tag unserer Reise:
Gemütliches Frühstück.
Einige erzählen, wie klasse es gestern Abend mit dem Cable Car war. Vielleicht durften sie wegen „der nationalen Freude über die Wiederaufnahme der Regierungsgeschäfte“ den ganzen Abend kostenlos fahren.
Der Fahrer machte Späße und ließ die Fahrgäste mal aussteigen und schieben.

Manche gehen noch ein letztes mal shoppen, andere nutzen die Gelegenheit und besuchen die Gefängnisinsel Alcatraz.

15:00 Uhr Abfahrt nach Petaluma zum letzten Konzert.

Thorsten erzählt noch eine Story vom Science Museum gestern:
„Ich hab mer geschdern im Museum ferr mei Fra e Plüsch Pinguin kaaft. Denne hann se mer schää in e Bapiertutt inngepackt.
Dann bin ich in de Bereich vunn de Meeresbiologie gang und hab mer die Roche in demm große Becke aangeguckt.
Ferr e Foto wollt ich die Tutt uff die Glasplatt abstelle. Machts Platsch und die Tutt fallt ins Wasser, do war gar kää Glasplatt!
Ich greife doninn unn zieh se widder raus, do geht e Alarm loos.
Schunn warn Security Leit doo.
Die hann mich uffgeklärt, dass mer net ins Roche Becke greife derf.
Ich geh widder in de Shop un froo „Excuse me, I need a new Tutt, please!“ “

In Petaluma sind die Trucker schon beim Abladen.
Wir werden von Mitgliedern des Accordion Club Of The Redwoods und der „Hermanns Söhne“ sehr freundlich begrüßt.
Manche sprechen uns auf englisch, viele aber auf deutsch an.
Alle sind sehr freundlich und informativ.
Man zeigt uns das Museum der Hermanns Söhne, einer Loge, der die Halle gehört.
131017_Museum
Die Geschichte verstehen wir nicht so ganz, das tut aber dem Gespräch keinen Abbruch.
Der Accordion Club hat ungefähr 200 Mitglieder. Hier trifft man sich einmal im Monat, meist kommen ca. 75 Mitglieder.
Man hält jeweils eine ganz kurze Geschäftszeit für aktuelle Anliegen.
Dann gehört der Abend der Geselligkeit. Ca. 4 Jugendliche genießen ein Scholarship, das heißt auf Kosten des Clubs können sie bis zu 6 Monate Akkordeonunterricht nehmen. Macht es Spaß, sorgen die Eltern für die weitere Ausbildung.
An den Clubabenden gibt man den Schülern die Möglichkeit zum Vorspielen. Manchmal werden auch andere Akkordeonspieler eingeladen.
Gemeinsames Essen darf natürlich bei diesen Treffen auch nicht fehlen.
Laut Aussage des Club Direktors Tony Mustaro hat man etwas Sorge um den Nachwuchs, sei doch das Durchschnittsalter recht hoch.
Das wird aber nur im Nebensatz erwähnt. Viel mehr kommt die Offenheit den Besuchern gegenüber und Freude über den einmaligen Anlass zum Ausdruck. Dies sei heute das erste Konzert dieser Art überhaupt.

Aufgrund der Werbung ( Ankündigung des Konzerts) ist die Halle mit 240 Sitzplätzen bereits ausverkauft.

Schon eine Stunde vor Beginn füllt sich der Raum, der noch vom Oktoberfest vor einer Woche echt bayrisch geschmückt ist. Man holt sich etwas zum Essen und Trinken, geht aufeinander zu; Vorfreude liegt in der Luft.
Die Gesangvereinskapelle übt noch eine Polka, als zwei Frauen in den Raum tanzen. Viele nehmen wippend den Rhythmus auf. Befreundete Besucher umarmen einander.
Im Akkordeon Orchester ist man etwas nervös. Wie wird unser letztes Konzert hier aufgenommen?

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Dann stellt sich ein Herr Hirdt als Präsident der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft vor. Er erzählt, dass er in Landstuhl im Militärhospital gearbeitet hatte und durch Kontakte zum Offiziersclub auf die Idee zum Auswandern kam. Man hatte ihm erzählt, das Geld liege auf der Straße. „So war es aber nicht. Niemand hat mir was geschenkt. Trotzdem habe ich etwas erreicht, was in Deutschland nie möglich gewesen wäre“. Und dann stellt sich heraus, dass Herr Hirdt Wiebkes Großvater „de Becker Erich aus Miesebach“ kennt, „Unn es Brunhilde wohnt in Los Angeles. Das hammer ’95 do besucht. Ei, das iss jo schään.“ So entstehen ganz schnell Kontakte zwischen den Accordion Club Mitgliedern und uns.

Als dann die Gesangvereinskapelle aufspielt, springt ganz schnell der Funke über. Der ganze Raum schunkelt und klatscht.
Nach dem Vortrag langer und lauter Applaus. Das spornt die Musiker an und in gelöster Stimmung wird musikalische Höchstleistung möglich. Nach fast jedem Stück stehen die Besucher zum Applaus. Man spürt ein Gribbeln, eine solche Stimmung haben wir bisher auf keinem Konzert erlebt.
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Als das Akkordeon Orchester den zweiten Teil des Konzerts mit Schlagwerk eröffnet, spürt man wieder die Begeisterung im Publikum. Da keine Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen, stellen sich die Freunde der Gesangvereinskapelle an einer Wand auf und spornen die Akkordeonisten an. Ganz schnell wird auch dieser so ganz andere Musikstil aufgenommen und wieder lange und stehend applaudiert.
Mit den beiden gemeinsamen Stücken legen die vereinten Orchester noch eins drauf, so wird das Konzert zu einem grandiosen Erlebnis für alle Beteiligten und eigentlich will keiner nach Hause.
Die Gespäche gehen hinterher weiter. Man versteht sich einfach prima.
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(Foto Markus Baldermann)
Es wird noch gegessen, getrunken, über den großartigen Abend philosophiert.
Keiner denkt ans Zusammenpacken, bis Holger und Roland (die Trucker) um Unterstützung bitten. Müssen doch die Instrumente heute Abend noch gut verpackt werden, denn morgen werden sie für den Rücktransport zur Spedition Schenker gebracht.
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(Fotos Markus Baldermann)

Diese Tour hätte nicht schöner zu Ende gehen können. Die ganzen Eindrücke müssen nun erst noch verarbeitet werden.

2013-10-16 San Francisco:

Drei Dinge muss man bei einem Besuch in San Francisco unternommen haben:
1. von Twin Peaks aus das Panorama auf die Stadt genießen
2. ein Foto mit der Golden Gate Brücke im Hintergrund machen
3. eine Fahrt mit dem Cable Car machen
… natürlich haben wir alles geschafft, und noch so viel mehr…

1. 131015_PanoramaTwinPeaks
2. 131016_GruppenfotoSanFrancisco_JKR
3. 131016_CableCar_Philipp+Markus+Joshua_MBaldermann
(Foto Markus Baldermann) hier zusammen auf dem Bild mit Joshua und Philipp

Weiterhin haben wir gemacht:
– einen Besuch im California Institute of Science.
131016_Wissenschaftsmuseum3_KRE
Zu sehen gibt’s sooooo viel, hier die Highlights:
131016_Schmetterling_PhilippProbst
Schmetterlinge (Foto Philipp Probst),
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Infos über Erdbeben
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Regenwald,
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Meerestiere und vieles mehr. (Foto Maja-Sofie Delzeith)

– Ein Besuch im Botanischen Garten:
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Noch mal ein Oachkatzerl mit Schwoaf (Foto Julia Krebs)

– Spaziergang rund um den Union Square
– Besuch von China Town
– Besuch von Pier 39
– Beobachten von Delphinen in der San Francisco Bay
131016_Delphin_MBaldermann
Foto Markus Baldermann
– etwas leckeres essen:
Natürlich haben wir „den Vogel abgeschossen“.

Im Fog Harbor Fish House gab es
– entweder hervorragendes Steak oder
– Lachs mit Shrimpspieß (mmmmmh)
Am Pier 39 begeisterte coole Lifemusik von Darryl R. Johnson: funkiger Smooth Jazz auf dem Saxophon.

Nach diesen Tagen bedanken sich unsere beiden Reiseführerinnen bei uns; was ein Unding!
Denn wir haben für so vieles zu danken:
– super Planung
– sehr nette Begleitung unserer Gruppe
– spontanes Eingehen auf Wünsche
– enormes Engagement mit Herzblut.
Vielen herzlichen Dank von unserer Seite!

Hier der kurze Dank von Jennifer:
„Danke, dass die Gruppe in diesen zwei Wochen so positiv gestimmt war.
Danke auch im Namen von Ted Kilman für jedes Konzert, „We enjoyed it so much“.
Wir wünschen Euch in den weiteren Aktivitäten Erfolg.
Ich werde Euch weiterhin auf YOUTUBE beobachten.
Ihr seid die Rockstars von Rockenhausen.“

Gleichzeitig mit dieser kurzen Rede berichtet die Presse von einer Lösung im Haushaltsstreik, der zum Government Shutdown geführt hat.
Jill bedauert, dass dieser Ausnahmezustand genau in die Zeit unserer Reise gefallen ist.
Einige aus der Gruppe bemerken dazu, dass wir nichts vermisst haben. Alle Unternehmungen waren ein voller Erfolg.
Jill: “ When we had the sunset at Grand Canyon, the two orchestras have been so funny with their  Zicke Zacke Heu Heu Heu.
That was an amazing experience for me.“ ( Es war für mich ein großartiges Erlebnis, mit den beiden Orchestern den Sonnenuntergang am Grand Canyon zu erleben. Mit dem Zicke Zacke Heu Heu Heu Ausruf.)

2013-10-15 San Francisco:

Heute sollen sich die Wartezeiten beim Frühstück nicht wiederholen. In einem eigenen großen Raum wird für uns serviert. Die Auswahl ist nicht ganz so reichhaltig. Aber da wir um 9 Uhr abreisen wollen, sparen wir wertvolle Zeit.
Holger und Roland brechen schon um 7 Uhr 30 auf, um in San Francisco den Truck sicher abstellen zu können. Wir treffen sie dort für eine gemeinsame Stadtrundfahrt.
Auf unserem Weg haben wir bei strahlend blauem n Himmel noch ein paar schöne Blicke auf die Umgebung des Yosemite. Hohe Granitfelsen liegen auf beiden Seiten der Straße. Teilweise sind sie mit Fichten, Kiefern, Sequoias bewachsen.

131015_MercedRiver
Dann biegen wir ins Merced River Tal ein. Im Flussbett liegen große, rundgeschliffene Felsbrocken. Am Ufer sind die Büsche schon herbstlich gelb. Zusammen mit dem Gegenlicht der Frühsonne haben wir so noch ein paar schöne Impressionen.

131015_Windräder2
Foto Philipp Probst
Später führt unser Weg über die High Sierra. Hier fällt ein großer Windpark auf, mit viiiiielen Windrädern entlang der Hügelkette.
Sieht aus der Entfernung lustig aus.

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An einer Raststätte vertreten wir uns ein bisschen die Beine und kaufen noch Sandwiches und frisches Obst aus der Region ein.
Es gibt einen Papagei, der gerne Trauben und Nüsse frisst.

In San Francisco schließlich fahren wir einen schönen Rundkurs hinauf auf die Twin Peaks. Hier hat man einen hervorragenden Blick auf die Stadt und die Bucht.
131015_Gruppenbild

Jürgen Dorsch freut sich besonders über das klare Wetter, denn die Bay liegt häufig im Nebel. „Unsere Tour hat so viele Highlights. Nur wenige Ehepaare können eine solche Reise in ihren Flitterwochen machen.“

Im Bubba Gump Shrimp Restaurant erwartet man uns schon zum Essen. Es werden hervorragende Gerichte mit Shrimps serviert.
Hier wird ein offizielles Ständchen für die beiden Geburtstagskinder Yasmin und Katharina gesungen.

131015_Geburtstagskinder
Wieder folgt (wie üblich) nach dem Geburtstagslied ein dreifaches Zicke Zacke Zicke Zacke Heu Heu Heu, so laut, dass fast schon das Restaurant wackelt.

Vom Restaurant hat man einen tollen Blick Richtung Bucht.
131015_SanFranciscoBlickAcatraz_MarkusBaldermann
Foto Markus Baldermann.

Wir fahren noch einmal zu den Twin Peaks, um einen Blick auf die Stadt bei Nacht zu werfen.

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Foto Philipp Probst

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Foto Markus Baldermann

Wir bekommen Besuch von drei Waschbären, die gar nicht scheu vor unseren Augen herumlaufen.

131015_Waschbär
Foto Philipp Probst

Einchecken im Hotel ca 22:30hr.

2013-10-14 Yosemity Park:

Für einige von uns beginnt der Tag mit einer kniffligen Aufgabe: wie entlockt man der Dusche Wasser? In jedem Hotel sind die Armaturen ein bisschen anders gestaltet. Es gibt kaum Mischbatterien, wie wir sie kennen. Die Firmen denken sich hier manche Konstruktionen aus, die nicht so einfach intuitiv zu bedienen sind. So ruft ein Zimmer die Rezeption an, um technischen Support zu bekommen. Sie erfahren dann, dass mittels Drehens des Hebels die Wassertemperatur gewählt und durch Herausziehen die Wassermenge eingestellt wird. (Kaum macht mers richtich, schunn funktionierts!)

Was  ist ein Tag ohne gutes Frühstück?
So wie wir es genossen haben, konnte der Tag einfach nur phantastisch werden. Es war so richtig mit Stil: mit Porzellangeschirr und Chromarganbesteck, einem breiten Angebot und das bei Kaminfeuer…
Schade, dass einige durch die Bedienungen eine halbe Stunde nicht in den Frühstücksraum gelassen werden, obwohl noch einzelne Plätze frei sind. Die Regeln lassen hier keine freie Platzwahl zu.

131014_Frühstück

Draußen ist es glasklar, Rauhreif liegt auf dem Gras, der Tag verheißt ein super Wetter, als wir zu einer Rundfahrt durch das Yosemite Valley aufbrechen. Das ist die einzige Möglichkeit, die uns mit Rücksicht auf die geschlossenen Nationalparks bleibt.
Eine Stunde dauert die Fahrt zum Valley; sie führt durch eine Landschaft, die dem Pfälzerwald nicht unähnlich ist.
Kommentar: „Wammer es nägschde Maibäämsche suchen, miede mer uns e Trätbootsche und kummen noch emo doriwwer. Do im Park finne mer beschdimmt was bassendes.
Do met änner Kettesää unn 200 Lidder Schbridd rausgeloss. Wass männsche was mer doo fer e Schbass hett!“
„Do siehds aus wie im Grand Canyon, nur e bissje Schwarzwald drummerumm.“

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Sperrschild (Foto Heiko Opp)
Unsere Busfahrer gehen dabei bis an die Grenzen, um uns ein Maximum an Aussichten zu bieten.

Die Zufahrt zum Yosemite Tal führt durch einen Tunnel.
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Kurz dahinter gibt es den sogenannten  „Tunnelview“, ein phantastischer Aussicht auf die Hauptattraktionen des Nationalparks.
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So sieht es ein Profi Fotograf (Kirkhille Photography)

Hier würden viele gerne aussteigen um Fotos zu schießen.
Würden die Busfahrer unserem Anliegen nachgeben, könnten sie ihre Busfahrerlizenz verlieren. Aber beide fahren den maximalen Rundkurs mit geringstmöglicher Geschwindigkeit, um uns die bestmögliche Aussicht durch die Scheiben zu ermöglichen.

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So sieht es Julia (durch die Busscheibe)

Am Nachmittag stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

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(Fotos Julia Krebs)
Ein Spaziergang zu einem Wasserfall. Hier wird nach Gold gesucht, ein Squirrel beobachtet, über einen schmalen Steg Hilfestellung gegeben, ein Nachhilfekurs in Bayrisch gegeben

Squirrel
(Foto Julia Krebs)
(Oachkatzelschwoaf = Eichhörnchenschwanz) und extrem viel gelacht. Dmytro bekommt vom vielen Bayrisch Üben und Lachen Kopfschmerzen.

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(Foto Willi Stein)
Eine weitere Gruppe versucht sich auf einer nahegelegenen Reitanlage im Horseback Riding.

131014_Mountainbike
Alex brettert auf dem gemieteten Mountainbike durch den Wald.

131014_Entspannung
Viele weitere lassen es ein wenig ruhiger angehen und entspannen:
Es gibt Sitz- und Liegeplätze auf dem schön angelegten Rasen, einen Indoor und einen Outdoor Pool, einen Spa Bereich, eine Sauna, …

131014_Abendessen
Zum Abendessen sind wir als ganze Gruppe noch einmal zu einem schicken Essen (gegrillte Hähnchenbrust auf Reis, mit Balsamico Dressing und einer Garnitur von blanchierten bunten Gemüsen) in einem separaten Speisesaal zusammen.

141014_Trompetenvortrag
Heiko und seine Trompeter geben im Foyer noch ein Ständchen. Sie trainieren den Ansatz und locken fast die gesamte Mannschaft zum Zuhören. Das macht Spaß und lässt auch schmunzeln, als die Spieler der tiefen Blasinstrumente ihre Stimmen dazu singen.
Auch weitere Hotelgäste gesellen sich dazu.

131014_Jürgen+Heiko
Hier die „Conducters Lounge“, gut gelaunte Dirigenten. Sie haben allen Grund dazu!
Kein Tag darf ohne den obligatorischen Besuch des Pools ausklingen… Gute Nacht.

2013-10-13 Yosemity Park:

Heute führt uns eine dreieinhalbstündige Fahrt zum Yosemite Park. Natürlich sind alle gespannt, was uns dort erwartet. Denn es  ist immer noch nicht klar, in wieweit der Nationalpark wegen der Haushaltskrise betrieben wird.
Unterwegs sieht man etwas von der wechselhaften Landschaft Kaliforniens.

131013_Ölförderung
Zuerst, in der Nähe von Bakersfield, pumpen noch „Donkeys“ Öl aus der Erde,

später wird die Landschaft öder und nur spärlicher Bewuchs ist sichtbar. Im Herbst ist es hier sehr trocken.
Es gibt Landwirtschaft

131013_Weinbau
mit Weinbergen,

131013_Obstplantage
Obstbäumen, Mais und Baumwolle.
Die Weinberge und Felder müssen sicher bewässert werden.

131013_Milchkuhhaltung
Auf manchen Farmen wird Milchviehzucht betrieben.
Es verwundert uns sehr, dass die Kühe hier nur ein großes Dach zum Unterstellen, einen langen Futtertrog und ein eingezäuntes Feld völlig ohne Bewuchs haben. Anscheinend erhalten die Tiere ein Fertigfutter, denn man sieht weit und breit keinen Grashalm.

Wir legen eine Pause von einer knappen Stunde ein. Bisher haben wir kaum Rastplätze entlang der Highways gesehen. Unser Busfahrer weiß aber eine wunderbare Stelle, an der eine richtig schön gemachte altmodische Häuseransammlung im Stil eines Westerndorfs angelegt ist.

131013_Westernmarkt131013_Wolfgang
131013_Hühner131013_raststätte
Alles ist auf „Vintage Look“ getrimmt. Darin sind Geschäfte und Imbissläden eingerichtet, in denen sich jeder für die nächsten Stunden eindecken kann. Wer sich für „die alten Zeiten“ interessiert, hat es schwer wieder wegzukommen.

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Kurz vor dem Ziel wird die Landschaft hügeliger und der Baumbewuchs dichter. Immer wieder sind Felsen sichtbar.

An der Tenaya Lodge angekommen, treffen wir unsere Trucker Roland und  Holger wieder. Sie sind den selben Weg gefahren, müssen aber ein Tempolimit von 55 Meilen pro Stunden einhalten.  Sie tun im Hintergrund einen so wertvollen und unverzichtbaren Dienst. So wie die beiden Reiseleiterinnen Jennifer und Jill, die ständig bei der Reisegruppe sind und für alle Fragen zur Verfügung stehen und immer wieder kurzfristige Programmänderungen organisieren müssen. So sind wir hervorragend betreut. Die beiden geben alles, obwohl sie seit Tagen von Erkältungen geplagt sind.

131013_TenayaLodge 131013_TenayaLodgeaußen
Das neue Hotel verschlägt ein wenig die Sprache. Die Anlagen, Häuser und die Einrichtung bilden ein rustikales und sehr stilvolles Ambiente.

Die Temperaturen sind hier deutlich niedriger als zuvor. Jetzt werden lange Hosen und Hemden, teilweise Westen und Jacken getragen. In der Empfangshalle und auf der Terrasse sind Feuer entzündet.
Man genießt es, etwas Zeit und weniger Reize zu haben.
Einige machen einen Spaziergang, manche schreiben Postkarten, man sitzt am Kamin, schwimmt eine Runde im Hallenpool, in der „Haifischbar“ werden bei einem Bier Geschichten ausgetauscht und Späße gemacht.

131013_TenayaLodge3131013_Postkartenschreiber
131013_Schwimmbad131013_Kamin
In der Lobby steht ein Flügel, der von einigen Musikanten angespielt wird.

131013_MarkusBaldermann_Flügel
Markus Baldermann am Flügel (Foto Kerstin Stumpf)

131013_TenayaLodge_Abendessen
Zum Abendessen gibt es Gutscheine. Trotzdem schlagen die Kosten für das Gedeck, die Bedienung und die Mehrwertsteuer ganz schön zu Buche. Die Speisekarte beinhaltet gute Speisen, die aber auch ihren Preis haben. Vorsicht und Mitrechnen ist hier angesagt.

So klingt ein weiterer  schöner Tag in den USA aus.

2013-10-12 Los Angeles:

131012_Gruppenfoto2

Dieses Gruppenbild haben wir bei Warner Bros. gemacht.

Es ist eine gewisse Herausforderung, aus dem Koffer zu leben. Koffer und vier Taschen müssen gegen 23 Uhr irgendwo im nicht üppigen Platz des Hotelzimmers aufklappbar abgestellt werden. Aber es gelingt.
Morgens wieder alles so verstauen, dass beim nächsten Auspacken die gesuchten Dinge möglichst zielsicher gefunden werden können.
Das Frühstück ist wieder gut und wir können nach Los Angeles aufbrechen.
Nach ca. einer Stunde kommen wir in LA an und machen eine Rundfahrt durch Beverly Hills. Wir sehen die Wohngegend der Filmstars.
Wir können den Hollywood Boulevard entlang schlendern und die Sterne des Walk of Fame mit berühmten Stars der Film- und Musikszene studieren.
131012_WalkOfFame
Man kommt am Madame Toussaud’s (Wachsfigurenkabinett) vorbei.

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Alex mit Shrek                                Alexandra mit Käptn Jack Sparrow    Dmytro mit Barak Obama

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Die Gabelmanns mit Darth Wader

Dann haben wir zwei Stunden, um zu Fuß den Rodeo Drive zu erkunden und einen Kaffee zu trinken.
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Holger und Roland zeigen uns ein lauschiges Plätzchen, mit kleinen Tischen zwischen blühenden Büschen, Zitrusbäumchen und Buchshecken, seitlich flankiert von italienisch anmutenden Gebäuden.

Andere sehen bei Foto Shootings zu und entdecken teure Autos.

131012_RodeoDrive6
Vor einer exclusiven Boutique sehen wir eine interessante Schaufenstergestaltung.
Bernd interpretiert sie:  „Der Mann is uff de Hinnere gefall, wie er de Preis gesieh hot.“

Dann haben wir eine VIP Tour durch die Warner Bros. Studios gebucht. Die ursprünglich vorgesehenen Universal Studios waren wegen einer Halloween Veranstaltung nicht zu buchen. Aber wieder einmal erweist sich die „Ersatzlösung“ als Volltreffer.

In kleinen Gruppen zu acht Personen werden wir durch die Filmstudios gefahren. Unser Guide erkundigt sich nach Lieblingsfilmen oder Serien, um dazu passende Bereiche zu zeigen.
Katharina erlebt so ganz persönliche Impressionen. Sie liebt Serien wie Gilmore Girls oder Friends. Bei der Rundfahrt erkennt sie Häuser, die als Drehorte dieser Filme benutzt wurden, wieder.
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„O, das is so cool“ beschreibt, dass sie berührt ist, etwas über die Entstehung dieser Movies zu erfahren.
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Moritz ist von den Autos aus den Batman Filmen begeistert und lässt sich von einem sportlichen Toyota aus Nerd Herd inspirieren.

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Rabea, Katharina und Markus (und andere) wollen sich unbedingt in der Bluebox fotografieren lassen (die allerdings hier grün ist), um später auf digitalem Weg in eine Szene aus einem Harry Potter Film montiert zu werden.

Überhaupt ist Rabea an Fantasy Movies interessiert und kann sich nur schwer wieder von der Kostümausstellung trennen, denn dort sind einige Kleidungsstücke und Requisiten aus Superman, Harry Potter und anderen Filmen ausgestellt.

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Höhepunkt ist das Studio, in dem „Friends“ produziert wurde. Alle dürfen sich mal auf die Couch setzen.

Dazwischen haben wir noch Einblick in Studio 21. Hier wird unter anderem „2 Broke Girls“ produziert. Dies ist eine Comedy Serie, die mit Live Publikum aufgezeichnet wird. Wir erfahren, dass zur Aufzeichnung einer Sequenz von 26 Minuten in der Regel 4 bis 6 Stunden Drehzeit kalkuliert werden. Dazu braucht es pro eingesetzter Kamera drei Menschen, um sie zu bewegen und zu bedienen. Während des Drehs sind ca. 260 Zuschauer im Studio. Sie sitzen der Bühne gegenüber und sollen mit ihrem live aufgzeichneten Lachen bei der Ausstrahlung eine Kettenreaktion auslösen und den Fernsehbetrachter zum Lachen animieren. Der Drehbuchautor muss bei den Aufnahmen immer in der Camera Alley (dem Bereich zwischen Bühne und Zuschauertribüne) anwesend sein. Sollte das Live Publikum nicht wie geplant auf die Szenen reagieren, müssen spontane Korrekturen am Text und der Handlung vorgenommen werden.

Nach der Führung kann man noch im Souvenir Shop ein T-Shirt oder andere Mitbringsel erwerben oder einfach einen Kaffee trinken.
131012_Ausruhen131012_Ausruhen2

Wieder draußen, wird noch ein Gruppenbild gemacht.

Einige wollen doch noch einmal zur Universal City fahren und dort weitere Souvenirs kaufen.
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Busfahrt nach Bakersfield.

Hier erwartet uns ein Pizzabuffet (mh, lecker)
131012_Pizza

Und morgen? Hoffentlich haben wir auch eine Möglichkeit den Yosemite Park ein bisschen kennenzulernen.
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2013-10-11 Las Vegas – Laguna Hills:

Nach dem Auschecken
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beim Mirage führt uns die Fahrt nach Laguna Beach. Unterwegs wechselt die Landschaft mehrfach.
Direkt außerhalb von Las Vegas ist Steppe mit kleinen Büschen. Eine einsame Gegend mit wenigen einzelstehenden Häusern oder kleinen Siedlungen.
Dann eine ganze Strecke mit spärlichem Grasbewuchs und Yoshua Trees, die Yukkas ähnlich sehen.
Dann kommen wir an Bergen vorbei, auf deren Gipfel Neuschnee liegt.
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Sehr interessant, als wir am weltgrößten Solarkraftwerk vorbei fahren.
131011_Solarkraftwerk
Nahe bei Laguna Hills dann wieder Küstenlandschaft mit vielen hohen Palmen und einem sehr schönen Strand.
Unsere Trucker nehmen den Kleinlaster wieder in Empfang, um die Musikinstrumente vom Zwischenlager fürs Konzert nach Laguna Hills zu bringen.
Der Rest der Truppe hat zwei Stunden frei. Einige gehen bei ziemlich hohen Wellen baden
oder laufen einfach am Strand entlang.
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Noch eine Pizza zu Mittag und ein bisschen klönen, dann bringen uns die Busse nach Laguna Hills.
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Hier in der Stadthalle sind bereits Techniker damit beschäftigt, die Beleuchtung und Verstärkung klar zu machen.

131011_HeldenDesAlltags
Und natürlich haben unsere „Helden des Alltags“ bereits die Instrumente angeliefert und aus dem Truck ausgeladen und dann auch noch schön auf der Bühne aufgereiht.

Der Raum ist, ähnlich wie in Fallbrook, mit ca 500 Plätzen ausgestattet.
Beim Interview mit Laney, einer ursprünglichen Westfälerin (ihr Vater war Österreicher, die Mutter Deutsche), erfahre ich, dass dieses Konzert von einem Deutsch-Amerikanischen Club organisiert wurde. Dieser Club ist Teil des Gemeindelebens in Laguna Woods Village. Dies wiederum ist eine Gemeinde mit 18.000 Einwohnern, die alle über 55 Jahre alt sind und jeweils in Eigentumswohnungen leben. Diese Senioren pflegen gemeinsame Aktivitäten in 200 unterschiedlichen Clubs. Dazu zählen Vereine, die die herkunftstypischen Bräuche pflegen. Es gibt aber noch viele weitere Interessengruppen von Kunst über Musik und Sport bis zu I-phone und Computervereinen.
Laut Anne Clark, der Präsidentin des ca. 80 Mitglieder zählenden Deutsch-Amerikanischen Clubs gibt es:
– 7 Clubhäuser
– 5 Schwimmbäder
– 5 Tennisplätze
– 3 Fitness Studios
und andere Einrichtungen, in denen diese Senioren ihre Zeit verbringen und sich mit ehrenamtlichem Einsatz und mit Geld engagieren..
Der Ehemann von Anne sagt dazu „We are all retired. Living the good life!“ (Wir sind alle im Ruhestand und leben ein gutes Leben)
Ingrid, eine 85 jährige Ex-Berlinerin ist mit 25 hierher ausgewandert. Sie lebt wie Laney hier, weil das Klima in Kalifornien so viel angenehmer ist, als in Oregon.
Sie ist laut Anne täglich auf dem Tennisplatz, jeder in der Stadt kennt sie.
131011_Heiko+Anne+Ingrid
Nach dem Konzert lässt sie sich mit Anne (li) und Heiko fotografieren.
Das Dirndl ist echt österreichische Arbeit. Sie hat es von ihrer Oma geerbt und trägt es bei besonderen Anlässen wie heute.

Das Konzert läuft wie gewohnt sehr gut. Sowohl die Gesangvereinskapelle, als auch das Akkordeon Orchester haben’s einfach drauf.
131011_GVKKonzert2
Die Gesangvereinskapelle in Aktion
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Die Bläser beim Buglers Holiday

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Das Akkordeon Orchester

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Beide Orchester nach den gemeinsamen Stücken

Viele Besucher bedanken sich gut gelaunt und beschwingt beim Gehen mit Kommentaren wie:
„Just wonderful“, „We very much enjoyed“, „We had pleasure with good genuine German music“ oder „Some of the pieces, I remember from Germany“.

Gegen 22 Uhr Fahrt zum neuen Hotel. Es gibt während der Fahrt für jeden eine reichhaltige „Gourmet Dinner Box“, mit Sandwiches (Rindfleisch oder Truthahnschinken), Nudelsalat oder Obst;
Einchecken, Zimmer beziehen und gegen 23:30Uhr ab in die Falle.

2013-10-10 Las Vegas:

LAS 131010_LasVegas_Schild VEGAS

Frühstück gibt’s heute aus dem eigenen „Frühstücksbuffet“, optimiert durch einen wunderbaren Kaffee von Starbucks.
131010_Frühstücksbüffet
Was soll man über diesen Tag sagen?
Ich habe noch einmal den Bericht von gestern überflogen und dabei festgestellt, dass sich Superlativen an einem Maßstab orientieren.
Da war gestern das „normale“ Erleben zu Hause.
Heute, nach X Stunden fahren und laufen durch die Stadt, gilt dieser Maßstab nicht mehr.
Was wir heute gesehen haben, lässt sich mit Worten einfach nicht ausdrücken.
It’s beyond experience, it’s so far beyond imagination. (Es geht über meine Erfahrung, es übersteigt meine Vorstellungskraft bei Weitem)

Deshalb im Folgenden nur ein paar persönliche Eindrücke.
Beim Grand Canyon Erlebnis waren viele gemeinsam in der Natur unterwegs. Besonders beim Sonnenuntergang war ein intensives Gruppenerlebnis spürbar.
Im Gegensatz dazu, hat sich der heutige Tag nur in ganz kleinen Gruppen ereignet.
Vielleicht hat es sich am Abend bei der Stadtrundfahrt und der Lasershow beim „old strip“ noch geändert.

Hier ein paar Impressionen ohne große Kommentare:
131010_LV_Gegensätze
Ein kleiner Blick auf die Skyline, mit Achterbahn.
131010_Skyline2
Skyline, weitere Ansicht.
131010_StreetArt
Street Perfomance vor imposantem Hintergrund.
131010_Spielkasino
Blick in ein kleines Casino.
131010_H+M
Blick in einen Laden (Größe, laute Musik, Lightshow erinnern zB an IAA)
131010_Hakassan
Hier scheint ein Wasserfall von unten nach oben zu fließen.
131010_HardrockCafe131010_M+M
Hardrock Café                          M&M’s Laden
131010_HarleyDavidsonCafe_außen131010_HarleyDavidson
Das Harley Davidson Café: von außen und innen. So was von cool!

131010_Biergarten
Kleine Rast in einem „Biergarten“. Leider nichts Echtes.
Willi: „Die Figuren sind nicht aus Stein.  In Sachsen hätte man jesoocht: is Plaste.“ (Hier allerdings sind die Baumstämme aus Plaste.)
131010_Freiheitsstatue131010_Freiheitsstatue_Smarties
Die Freiheitsstatue: links eine Kopie vor dem New York Hotel, rechts aus Smarties in der Sugar Factory.

In Las Vegas kann man im Prinzip alles haben, aber es ist nicht einfach irgendwo Stille zu finden.
131010_Nachtigall
Mitten im Trubel singt hier eine Nachtigall ihr Lied. Nur hörbar für den, der lauscht.

131010_Mirage_Nachthimmel
Draußen ging sehr schön die Sonne unter und der Mond auf. Wer es wohl bemerkt hat, in dieser Stadt, die rund um die Uhr keinen Stillstand kennt?

2013-10-09 Las Vegas:

Das Hotel Sunset Station ist „Wahnsinn“, man kann es sich wie eine Mall mit Übernachtungsmöglichkeit vorstellen.
Das ganze Erdgeschoß, unvorstellbar riesig, ist eine Aneinaderreihung von Spielkasinos, Restaurants, Bars, Coffee Shops, Boutiquen, …

Der Bereich in dem wir unsere Frühstücksgutscheine einlösen können ist auch riesig.
Das Frühstück in diesem Hotel ist echt erwähnenswert und ein tolles Erlebnis.
(Es wird am Tisch etwas gefrozzelt, um die Fülle der Möglichkeiten zu zeigen)
„Ganz neu von der Bitcom“ wurde extra zu diesem Breakfast Event eine Frühstücks-App zur Anwendung gebracht.
Sie erfasst die einzelnen Gänge und protokolliert die zu sich genommenen Speisen.
Zur Demonstration dieser technischen Neuerung wird hier eine exemplarische Abfolge präsentiert. (Die Namen sind geändert, Ähnlichkeit mit lebenden Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt).
1. Gebratener Reis an gegrillten Jalapenos mit Jalapeno-Käse Sauce
2. Wassermelone, ein Paar Nürnberger Würstchen, Kartoffeln mit Frühlingszwiebeltopping, Brokkoli, Zucchinischeiben.
3. Gerösete Kartoffeln, feine Zucchini, eine Zimt-Schoko Schnecke
4. Porrige garniert mit braunem Zucker und einem Melonenmix, sowie Pfirsischspalten.
5. Zwei Miniberliner an doppeltem Schoko-Vanille Softeis in knackiger Waffel.
6. Zwei Stück Pizza Salami (ganz cross, ganz frisch aus dem Steinofen).
7. Ein Stück Pizza, ein Mini Brötchen an Ahornsirup mit Banane togo (zum Mitnehmen).“
Dazu natürlich Kaffee und Orangensaft bis zum Abwinken.
131009_Frühstücksapp3
„Das war jetzt mal eine Sache, die ich noch nie erlebt habe. Eigentlich bin ich Frühstücksmuffel, aber heute hat es mich gepackt.“

Nach dem Frühstück dann ein bisschen Zeit, mal Dinge nachzuholen:
mit der Familie zu Hause Skypen, Film und Bilddateien von der Kamera auf eine Festplatte sichern, ein Video auf Youtube anschauen, etwas Schlaf nachholen, im Casino umschauen, …

Abfahrt Richtung Las Vegas. Auf dem Weg Stop an einem Walmart, um sich für zwei Tage Selbstverpflegung einzudecken.
131009_Walmart
Hier stehen bereits alle Zeichen auf Haloween.
Ein zweiter Zwischenstop im Außenbezirk von Las Vegas. In einer riesigen Shopping Mall kann man Souvenirs, Mitbringsel oder etwas für sich selbst shoppen.
Einige Mädels finden nicht auf Anhieb den Weg zum Bus zurück. Sie treffen Jill, die zweite Reiseleiterin. Alex „Good to meet you, we have lost the way back.“ (Gut, dass wir Dich treffen, wir haben uns verlaufen) Darauf Jill: „Oh, so am I“ (Oh, mir geht’s genauso.)
131009_Gill+Lost

Bei der Einfahrt ins Zentrum von Las Vegas geht ein Raunen durch den Bus. Man ist erschlagen von den vielen einzelnen Hotels und Anlagen. Jedes in einem eigenen Stil gebaut. Nichts will so richtig zueinander passen. Auf jeden Fall sind die Gebäude einfach gigantisch groß.
Unser Hotel Mirage wird angefahren. Mit drei-stern-förmigem Grundriss, 30 Stockwerke hoch.
131009_Mirage
Um vom zentralen Aufzug zu den Zimmern am Ende des Gangs zu kommen, läuft man 3 Minuten.
131009_Mirage_Flur
Innerhalb unserer Gruppe werden mehrere Zimmertausche vollzogen, um die gewünschten Zimmernachbarn zu bekommen. Es ist aber kompliziert, da in jedem Zimmer eine Person über 21 Jahre alt sein muss. Im Casino dürfen Jugendliche nicht allein gesehen werden. So müssen Kompromisse eingegangen werden. Schließlich findet sich doch, Dank der Kooperation, eine Lösung.

Dann wird geplant, wer mit wem wohin geht.
Wir sind zu einem Spaziergang durch das nächtliche Las Vegas unterwegs.
Aus der Straßenperspektive, mit der extremen Beleuchtung sieht alles noch einmal verrückter aus.
Es herrscht starker Verkehr, viele Fußgänger sind unterwegs.
Auf Schritt und Tritt wird man für eine Show, ein Restaurant, eine Attraktion eingeladen.
Überall stehen verkleidete Menschen herum: Sponge Bob, Hello Kitty, Käpt’n Sparrow, … versuchen auf diese Weise etwas Geld zu erbetteln.
Holger merkt trocken an: „Eh, do is ganz schä viel los. Das is jo faschd wie Mondachs morjens uff de Finkebacher Kerb!“

Leuchtreklame und dann plötzlich eine viele Stockwerke hohe Wasserfontäne vor dem Bellagio.
Das wollen wir uns aus der Nähe anschauen.
Über 7 Brücken müssen wir gehen, um es zu erreichen.
Aber es ist fantastisch diese eleganten Wasserspiele zu sehen, passend zu der berühmten Beatles Musik „Lucy in the sky“. Die Musik spielt aus in den Laternen eingebauten Lautsprechern sehr klar und laut; hier ist alles extrem perfekt.
131009_HotelMirage

Oder der Caesars Palace, der so gigantisch groß und ausladend gebaut ist. Den Komplex kann man zu Fuß gar nicht erfassen, man müsste ihn mal aus der Luft betrachten.
Wir überlegen, auf den Eifelturm hochzufahren und erkundigen uns nach dem Preis. Eine Familientour wäre halbwegs erschwinglich, aber 3 Männer, eine Frau und 3 Jungs wollen keine perfekte Familie ergeben. So lassen wir das.
Zum Essen ins Mc Donald, das geht schnell und beinhaltet kein preisliches Risiko.
Dann noch einmal durch das Casino im Erdgeschoß unseres Hotels zum Lift.
Man braucht gute Nerven für den Gang an tausend Spielautomaten vorbei, abwechselnd laut eingespielte Musik, …
alle Sinne werden hier extrem gereizt.
Es gibt aber auch hier sehr reizvolle und ansprechende Punkte:
131009_Sitzecke
z.B. um sich mal zum Chillen hinzusetzen.

Es gab noch eine interessante Privattour durch die Stadt. Willi hatte mit Jennifer darüber gesprochen, er wolle seinen Söhnen ein Harley T-Shirt mitbringen. Unser Busfahrer Frank kam daraufhin auf ihn zu und bot an, ein entsprechendes Geschäft anzufahren.
Nach einer ausgedehnten Rundfahrt wurden sie fündig und konnten den Erfolg, bei Tacos in einem kleinen mexikanischen Restaurant, feiern.

Gut, dass jeder ein tolles, luxuriös ausgestattes Zimmer für den nächtlichen Rückzug hat.
131009_Mirage_Zimmer

2013-10-08 Grand Canyon:

Um 5 Uhr rappelt ganz schrecklich ein Wecker, obwohl der Bus erst um 9 Uhr Richtung Grand Canyon startet.
Da wegen des Government Shutdowns die beliebtesten Stellen South Rim und North Rim nicht besucht werden können, wird ersatzweise Grand Canyon West angefahren. Dies liegt im Indianergebiet und wird ganz normal weiter betrieben.
Als wir uns dem Zielgebiet nähern meint Holger: „Das sieht jo aus wie im Fernseh, bestimmt han die vunn Disney das nohgebaut”.
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Ab und zu sieht man eine Kuh in der Steppe grasen. „Die leben jo noch, guck se wackeln. Wanns do Kie gebbt, sinn bestimmt aach Geier do.”
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Die Busse halten kurz an einer schönen Stelle, um Fotos zu machen. Wir werden aufgefordert, gut aufzupassen, denn die Blätter des Yoshua Tree sind sehr scharf und Klapperschlangen gibt es auch. „Musch uffbasse wann de was klappere heersch. Entwedder sinns mit Spore beschlaane Flip Flops odder e rischdisch Klapperschlang.”
131008_YoshuaTree

Die ganze Landschaft ist so beeindruckend und erinnert an Wildwest Filme. „Do kammer sich rischdisch vorstelle, wie do de Old Scherrerhemd anne geritt iss. Der hodd bloß sellemols nett soviel Zuschauer gehadd.”
Es gibt so viel Interessantes zu fotografieren. Mal auf der einen, mal auf der andern Seite. Immer wieder muss man aufstehen und auf der anderen Seite ein Motiv aufnehmen. „Hey Jürgen, knippschde de Annika eer Display? Gell, do hosche mehr Zoom!”
131008_Handyfoto

Jeder von uns erhält je einen Essensgutschein und eine Karte für Busshuttles. An drei Plätzen sind Sehenswürdigkeiten: Eagle Point, Guana Point und die Hualapai Ranch. Sie liegen je ca. 3 Meilen auseinander.

Kurz vor der Ankunft am Eagle Point macht der Busfahrer eine Durchsage: „Have a look out of the right side of the bus. Let’s have a WOW. 3, 2, 1 WooooW. You have a stunnung view on the Eagle, a rock shaped like an eagle with spread wings.” (Gebt mir ein WOW. …Auf der rechten Seite hat man einen beeindruckenden Blick auf eine Felsformation wie ein Adler mit ausgestreckten Flügeln.)
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Am Eagle Point gehen viele für 29 Dollar über den SkyWalk, ein zwei Meter breiter Bogen aus Stahl und Glas, der U-förmig 1200 Meter über dem Colorado River herausragt. Alle, die darüber gelaufen sind, berichten von einem atemberaubenden Ausblick.
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Manche haben einen Hubschrauber gechartert und machen einen Rundflug durch den Canyon. Auch hier unvergessliche Ausblicke auf die Felslandschaft.
Manchen wachsen bei solchen Eindrücken erstaunliche Kräfte zu:
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z.B. Alex, die Jörg „auf Händen trägt“
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oder Wiebke, die den Aufstieg schafft.
An den beiden Aussichtspoints ist man erstaunt. Obwohl das Felsplateau fast senkrecht hunderte von Metern abfällt, gibt es keine Geländer, keine Absperrungen. So werden die grandiosen Ansichten nirgends versperrt. Man hat die Natur pur.

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In vielen kleinen Gruppen zieht man los und merkt schnell, dass die Eindrücke, Gefühle und vor allem die schier unendliche Weite einfach nicht mit Kameras einzufangen sind.

Vor allem die Besucher der Ranch haben Spaß. Ein Cowboy animiert die Leute und erzählt, dass er letztes Jahr in München zum Oktoberfest war. Er habe vor allen Dingen eins dort gelernt: „Sigge Sagge Heu, Heu, Heu.” Womit wir uns gleich gut verstehen.
Beeindruckend auch, dass einige recht zutrauliche Erd- und Streifenhörnchen fast wie Fotomodels die Fotografen nahe an sich ran lassen.
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Wir lösen  die Essensgutscheine ein. Es gibt Hühnchen oder „Shredded BBQ Beef” mit Kartoffelpüree und Salat. Das Beef schmeckt lecker, wie Spareribs mit Barbeque Sauce. „Ahja, so macht man das bei minderwertigem Fleisch. Stark würzen! Ich bin auch eine gute Köchin.” merkt jemand an.
Dann erleben wir noch vor dem Eintreffen der Busse den Sonnenuntergang.
Es ist so unglaublich schön, die Stimmung erreicht einen Höhepunkt, als sich der Himmel rot färbt und die Klippen auf der Ostseite fast wie beim Alpenglühen leuchten, während die Westseiten in Schatten getaucht werden.
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Frau Woywode meint, dass man es auch beim dritten Erleben einfach nur wunderbar findet. Noch einige Male hört man ein „Zicke Zacke…” mit nachfolgendem Echo und Laola-Wellen. Auch Bekundungen dieses einmaligen Eindrucks.
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Die Fahrt nach Henderson zieht sich noch einmal eineinhalb Stunden. Es herrscht etwas müde Stille im Bus.
Noch einmal spät im Sunset Station Hotel in Henderson einchecken und nichts wie ab in die Kiste.
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An diesem Tag hat das Vorbereitungsteam eine ungaubliche Leistung erbracht und es geschafft, uns trotz der Umstände einen unvergesslichen Tag zu bereiten. BRAVO!

2013-10-07 San Diego – Kingman:

Die letzte Nacht war kurz. Schon um 6 Uhr wurde gefrühstückt. Der Kaffee war schnell alle. Um Waffeln zu backen, hatten auch nicht alle die Muse.
Zwei neue Busfahrer haben echte Probleme unsere vielen Koffer zu verstauen.
Der leuchtend rote Sonnenaufgang verheißt gutes Wetter.
131007_Sonnenaufgang
Ankunft in der Albert Einstein Academy.
Dies ist eine Charter Schule. Sie wird durch einen eigenen Vorstand geleitet und muss nur gegenüber der kalifornischen Regierung den eigenen Lehrplan abstimmen.
Die Schulleiterin Frau Schläfer ist vor 18 Jahren mit ihrem amerikanischen Mann hierher ausgewandert. Mit 23 Schülern begann der Unterricht. Heute sind 830 SchülerInnen in acht Klassenstufen. In der Regel haben die Eltern eine Beziehung zu Deutschland und wollen, dass ihre Kinder deutsch lernen.
In der Elementary School (Klassen 1 … 5) läuft ein „emersion” Programm; d.h. eine Woche wird komplett in deutscher Sprache, eine Woche in englischer unterrichtet. In den Middle School Klassen 6 bis 8 ist Deutsch nur noch Fremdsprache im Lehrplan.
In dieser Woche baut die Schule viele Elemente zum Thema Oktoberfest ein. Manche Lehrerinnen tragen Dirndl. Es werden viele Klischees über Deutschland bedient. Dass die beiden Orchester in San Diego sind ist perfekt, um ein deutsch geprägtes Konzert zu veranstalten.
Auf dem Gelände sind sehr viele Elementary Schüler mit einer ganzen Reihe Eltern. Gruppenweise laufen oder rennen sie um das Sportfeld und erhalten bei jeder absolvierten Runde ein Holzstäbchen. Diese werden später pro Schüler gezählt. So wird wohl die Bewegung gefördert, um konzentriert am Unterricht teilnehmen zu können.
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Als die GVK ihr Warmspielen beendet, verschwinden alle zum Schulbeginn. Willi meint: „Jetzt hanner mit de Kapell all verscheucht!“ dazu meint Alex: „Nä, die hann gesieh, dass ihr jetzt kummen.”
Kurz bevor es losgeht kommen ca. 400 Schüler mit ihren Stühlen und ihren LehrerInnen auf den Pausenhof zurück. Sie reihen sich diszipliniert in die Reihen ein, um etwa eine Stunde  der Musik zu lauschen. Alle Ansagen werden in deutsch gemacht.
Von den AO Stücken ist „Pirates of the Carribean” bekannt. Bei „Lord of the dance ” gehen viele rhythmisch mit.
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Die GVK begeistert mit „Buglers holiday”, bei „Böhmischer Traum” tanzen zwei Lehrerinnen miteinander, eine andere Lehrerin fordert ihre Schülerin zum Tanz und auf dem Sportrasen tanzen 6 Mädels einen Reigen. Die Kids hören dann noch zwei Lieder mit pfälzischen Text: „Rocktown” und „Üwwer 7 Brücke”.
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Frau Schläfer dankt den beiden Orchstern für das Konzert, mit dem Hinweis „Es waren die größten Ensembles, die bisher hier gespielt haben”.
Dann wieder alles verladen.
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Etwa eine Stunde Fahrt in den Bussen führt nach San Clemente. Das ist ein wunderschöner Badeort direkt am Pazifik. Überall hohe Palmen vor dunkelblauem Himmel und weißen Wolken. Die Häuser strahlen Wohlstand aus.
Die meisten von uns haben schon Badesachen an und gehen in den perfekten Wellen schwimmen oder sonnen sich.
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Da die Instrumente in den nächsten fünf Tagen nicht gebraucht werden, werden sie in einem kurzfristig organisierten Lager untergebracht und der Truck kann in dieser Zeit auf einem Privatparkplatz stehen.

Zwei Stunden Aufenthalt waren geplant. Um unsere Trucker mitzunehmen, müssen wir über eine Stunde länger warten. Zeit noch ein paar Fotos zu machen, etwas Trinkbares einzukaufen. Grund für die Verspätung:
– die geplante Fahrzeit war zu optimistisch angenommen, Fahrzeuge dieser Kategorie dürfen nur 55, Busse aber 75 Meilen/Stunde fahren.
– dann müssen alle Musikinstrumente in einem Lager untergebracht werden.
– viel Arbeit für zwei Leute
– der vorgesehene Raum ist viel zu klein und ein größerer muss organisiert werden (der ist dann auch klimatisiert)
– alles muss mit einem Trolley etwa 100 Meter transportiert werden.
Der Mann unserer Reiseleiterin Jennifer bringt Holger und Roland schließlich mit dem Auto nach San Clemente, so können sie mit uns im Reisebus nach Arizona fahren.
6 Stunden Fahrt ohne Pause liegen vor uns.
Zur Unterhaltung wird gelesen, erzählt, ein paar Kerweborsch Lieder angestimmt.
Immer wieder ertönt zwischendurch der Schlachtruf „ZickeZacke ZickeZacke HeuHeuHeu“.
Während die öde Landschaft draußen vorbeizieht, schlafen manche ein.
Irgendwann singen die Mädels im hinteren Teil des Busses Lieder von „Wind of Change“ über „Halleluja“ bis „Skyfall“
Im vorderen Bereich werden manche Stücke der Kapelle „acapella“ intoniert.
Dann werden durch die Fensterscheiben viele Fotos vom phantastischen Sonnenuntergang gemacht.
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Gegen 21:00 Uhr Ankunft in Kingman, Arizona.
Im Cracker Barrel wird Salat und Maisbrot mit Butter serviert.
Als Hautgang gibt es Hackbraten und Kartoffelpüree mit Soße.
Als Nachtisch folgt noch ein Vanilleeis mit gehackten Nüssen.
Dazu eiskalte Getränke bis zum Abwinken.
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Die ganze Mannschaft freut sich, gegen 23 Uhr in den Betten zu liegen.

2013-10-06 San Diego – Fallbrook – Escondido:

Der Tag heute lässt sich schwer in Worte fassen.
Es gibt zu viele Superlativen:

> Schon vor dem Frühstück kann ich eine Mail von der Rheinpfalz ausdrucken, mit dem Artikel, der morgen abgedruckt wird. Sehr schön, dass auf diese Weise viele an der Reise Anteil nehmen können.

> Es haben gestern 747 Menschen unseren blog aufgerufen, bisher sind es insgesamt 5400 Aufrufe!!!!

> Beim Frühstück im Hotel ist Zeit zum entspannten Plausch am Pool, die Mädels plantschen noch ein bisschen.
Heute gibt es sogar alternativ feste Teller und „silverware“ (Edelstahlbesteck). Und wer Lust hat kann sich selbst Waffeln backen.

Die Fahrt zum Konzert dauert nicht lange. Das Bob Burton Center for the Perfoming Arts ist imposant: sieht von außen echt groß und repräsentativ aus, innen ein weitläufiges Foyer, der Konzertsaal wie ein Theater mit treppenförmig angeordneten Sitzreihen fasst 500 Besucher.
131006_BobBurtonCenter

Die Bühne mit Akustik-optimierenden Elementen ist groß, dass beide Orchester locker zusammen spielen können.
Bei der Generalprobe staunen unsere Reiseleiterinnen Jennifer und Jill und die beiden Busfahrer der letzten Tage Leo und Tommy, was man mit unseren Instrumenten spielen kann. Akkordeon haben sie bisher nur als Soloinstrument gekannt.

Es gibt einen Imbiss mit Tacos, Sandwiches, Wraps (Dmytro meint: „Amerikanische Sushi“, weil sie so schön gerollt sind) und Cookies.
131006_Sushi

Bald ist es 14:45 Uhr, die Orchesterdirigenten, professionell durch Sarah übersetzt, führen in das Programm ein und erklären ein paar Dinge über Rockenhausen und die beiden Orchester. Die Besucher stellen Fragen nach der musikalischen Ausbildung, der Dauer unseres Aufenthalts, ob wir in Privatquartieren untergebracht sind usw. Heiko beantwortet die Fragen.
Auf die Frage, an welchem Ort der beste Auftritt der Orchester war, antwortet Heiko „Hoffentlich hier in diesem Konzertsaal.“

Dann beginnt die Gesangvereinskapelle und reißt das Auditorium mit. Besonders  „obla di obla da“ aus der Beetles Suite weckt große Begeisterung und alle klatschen laut mit.
131006_GVK_Konzert

Nach 10 Minuten Umbaupause ist Akkordeon Orchester dran. Die beiden Schlagwerker heizen ordentlich mit einem Duett ein. Die konzertante Musik wird eher still genossen. Aber  „Lord of the Dance“ reißt viele mit, sodass es Standing Ovations gibt.

131006_AO_Konzert

Die beiden letzten Stücke werden von beiden Orchestern gespielt. Hier entlädt sich die Begeisterung. Meine Sitznachbarin ruft laut vor dem letzten Stück: „It’s so cool. They’ll play once more!“ (Es ist so klasse. Sie spielen noch eins.)
131006_GVK+AO_Konzert

Die ganze Atmosphäre ist euphorisch. Man kann sich kaum eine Steigerung zu diesem Konzert vorstellen.

Unter den etwa 400 Besuchern waren auch 60 Boy Scouts, also Pfadfinder im Alter von 7-13. Im Rahmen dieser Arbeit erwerben die Jungs immer wieder Activity Pins. Heute gab es auch einen unter anderem für den Besuch des Konzerts. Vorher hatten sie einen Aktionstag zusammen mit 13 Leaders der „Worrior Music“ (13 Schüler der Highschool Bigband, die die anderen der 70 Musiker coachen). Sie erfuhren welche Musikinstrumente es gibt und wie die Sitzordnung in einem Symphonieorchester ist, indem Musikerfiguren ausgeschnitten und die Sitzordnung auf eine große Pappe geklebt wurde. Und sie bastelten aus einem Stück Gartenschlauch, einem Plastiktrichter und Klebeband ein Beagle, ein Jagdhorn.
131006_Scouts

Nach dem Konzert: Instrumente verstauen und ab nach Escondido. Hier sind wir bei Familie Kilman, dem „Chefplaner“ der Konzert-Tour, zu einem Abendessen eingeladen.
Wir staunen nicht schlecht über das traumhafte Haus und den Garten mit Pool. Es wird Lasagne, Bolognese und Salat serviert. Hier sind wir garantiert nicht die ersten Gäste. Alles ist perfekt inszeniert, die Stimmung ist super.
Leider drängt die Zeit. Das Akkordeon Jugend Ensemble, die Blechbläsergruppe der Gesangvereinskapelle und das Ensemble des AO spielen noch je drei beeindruckende Stücke.
131006_Kilmans
Dann wieder alle Instrumente im Truck verstauen, denn morgen früh soll es bereits um 7:15 Uhr zum nächsten Konzert losgehen (vorher duschen, packen, frühstücken, auschecken…)

2013-10-05 San Diego (La Mesa):

Viele sind begeistert vom traumhaften Strand und dem Spiel der Wellen. Wer gestern noch nicht geschwommen ist, will es heute nachholen, oder weil es so schön war, noch einmal tun. Eine große Gruppe wirft sich gegen 7:00 Uhr in die Fluten. Das Wasser ist angenehm temperiert und während des Schwimmens, Tauchens und lautem Geschrei geht die Sonne über dem Hotel auf. Ein vorbei schlendernder Mann fragt Julia: „Where do they come from?“ Auf Julias Antwort: „From Germany“ verdreht er die Augen und meint: „Crazy Germans. Why do they swim now?“ und lacht dabei laut auf.
131005_Schwimmer

Nach dem Frühstück werden die Koffer in den Bussen verstaut. Jetzt kommen die Trucker zum Zug, alle Instrumente müssen verladen werden.
131005_Trucker

Dann treffen sich alle am Strand, um noch je ein Gruppenfoto zu machen.
131005_Gruppenfoto_GVK
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Vor der Abfahrt fragt ein Zuschauer, wo die vielen Touristen herkommen. Als er von Deutschland hört erzählt er, dass er mit seiner Frau die Tochter in San Diego besucht hat. Sie organisiert hier seit einem Jahr Surfreisen. Nach drei Wochen Aufenthalt reisen die beiden Dienstag wieder nach Hause ins Allgäu.

Familie Woywode hat ein Treffen mit ihrer Nichte organisiert. Diese ist kaum älter als Christina und die beiden haben während des Oktoberfestes Gelegenheit, sich miteinander zu unterhalten.
131005_Woywode

Um 11:00 Uhr eröffnet die Gesangvereinskapelle das Oktoberfest, das wie eine lokale Kerwe gefeiert wird. Es ist über 32°C heiß und die bisher wenigen Gäste sammeln sich unter den Zeltdächern. Gestern hat der Wind, der normalerweise vom Pazifik etwas Kühlung bringt, gedreht. Jetzt weht er heiß und trocken von der Wüste Nevada her. Die Kalifornier nennen den Wind Santa Ana, er sorgt für über 32°C.
Es werden Kartoffelpuffer, Riesenbrezeln und die unterschiedlichsten Würstchen mit Hotdog Brötchen verkauft. Zur Verfeinerung gibt es viele unterschiedliche Saucen und Senfsorten.
131005_Stände

Während einer Spielpause wird Heiko von der örtlichen Presse fotografiert und interviewt. Das Interesse ist groß und auch die ehrenamtlichen Getränke-Damen wollen sich mit Heiko fotografieren lassen.
131005_Interview

Unter
ThePublicSpectrum.org bzw.
kann man dies anschauen.
Der Getränke-Ausschank wird vom Kollegium der Christ Lutheran School betrieben. In den 50er Jahren soll es rege Beziehungen zwischen Lutheraner Gemeinden in Kalifornien und Deutschland gegeben haben.
Das Festgelände füllt sich langsam. Unter dem Beifall und Zurufen insbesondere der AkkordeonspielerInnen läuft die Brassband zur Höchstform auf.
131005_Cheerleaders
Dirk ist ein Communicator und wird von vielen Passanten angesprochen: „Where is this Band coming from?“, „How did they come here?“
Dirk versteht es, interkulturelle Brücken zu schlagen.

131005_Dirk

“What are the song texts talking about?”; man möchte auch gerne wissen, von was die Liedtexte sprechen, die Thorsten mit seiner starken Stimme zur Musik des Orchesters singt. Die PA Anlage und die gute Abmischung machen die Texte auf dem ganzen Gelände gut hörbar. Aber die Zuhörer kennen die Lieder kaum und haben wohl zum Teil unter dem Stichwort Oktoberfest eine mehr volkstümliche Mischung des Repertoires erwartet.
131005_TorstenTrost

Auffallend, dass das Gelände von einem Zaun umgeben ist und an allen drei Eingängen jeder Besucher von Security Kräften gecheckt und die Taschen überprüft werden.
An einem Stand müssen Jugendliche unter Vorlage ihres Ausweises die Volljährigkeit (21 Jahre) nachweisen. Man erhält ein grünes Armbändchen. Nur damit ist man berechtigt, ein Bier zu erwerben.

Die Kerwestände sind überall im angrenzenden Stadtgebiet aneinander gereiht. Nachdem die Instrumente wieder im Truck verstaut sind, können alle noch eine gute Stunde dort entlang bummeln, bevor die Busse zum Old Town Inn, unserem neuen Hotel fahren.
Dort wollen alle erst mal im Pool abkühlen. Hier können alle ausgelassen und mit viel Spaß wieder Urlaubsfeeling zurück gewinnen.
Nach dem mexikanischen Essen im Old Town gehen viele noch eine Runde durch eine Umgebung, die an alte Westernfilme erinnert.
Lauter Häuser in diesem Stil beherbergen Geschäfte, die ich für ausgestorben gehalten habe: ein Pfeifen- und Zigarrenladen, ein Geschäft in dem tausend Gewürze, Tees und Kaffee verkauft werden. Wie in vergangenen Zeiten.
131005_SaloonBarra
131005_Gewürzgeschäft
131005_Tabakgeschäft

2013-10-04 San Diego:

Nach etwas unruhiger Nacht, ein grandioser Morgen. Joggingschuhe an und am Strand entlang laufen. Es ist frisch, noch fast dunkel. Am Strand weht der Wind und sorgt für kräftige Wellen. Es sind schon Surfer und viele Jogger unterwegs. Ein Stück südlich treffen wir auf Ruderer. Ein Mann zeigt uns einen Platz um den Sonnenaufgang zu sehen. Phantastisch.

131004_Sonnenaufgang

Auf die Bemerkung, dass so viele Sportler zu sehen sind behauptet er „California ist the capitol of sports“ (Kalifornien ist die Haupstadt des Sports)
Auf dem Rückweg ein paar Mädels entgegenkommend. Bei der Begrüßung sagt Alex: „Die annere wollten net jogge, do hab ichs a net gemacht“.
Es gibt ein reichhaltiges Frühstück. Auffallend, dass alles auf Papptellern mit Plastikbesteck angeboten wird.
Die Busse bringen uns zum Hafen. Bei Top Sonnenschein nehmen wir an zwei Hafenrundfahrten teil. So sehen wir die beeindruckende Skyline von San Diego aus unterschiedlichen Perspektiven, ein riesiges Floß auf dem Robben, Kormorane und Pelikane ihr Lager haben und Coronado, das über eine seeeehr lange Brücke mit dem Festland verbunden ist. Die beiden Orchestergruppen beginnen sich zu mischen. Es wird viel gelacht und erzählt.

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Plötzlich schauen viele nach oben, eine Moewe segelt über uns. Minutenlang scheint sie schwerelos mit uns Schritt zu halten. Sie scheint hungrig zu sein, denn sie sabbert. Hoffentlich lässt sie nicht noch was anderes fallen!

Dann eine Fahrt zum Horton Plaza, einem Einkaufskomplex, auch mit verschiedensten Restaurants und Kiosken. So findet jeder ein Mittagessen und einen Kaffee.

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Aufregend wird dann der Besuch des Balboa Parks, der aus einer Ansammlung von atemberaubenden Phantasiegebäuden nach europäischem Vorbild besteht. Die Architektur bezaubert, auch die Teiche mit Kois, Schildkröten und Seerosen.

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Zum Abendessen und Ausklang des Tages unternehmen wir eine Fahrt ins Gaslamp Quarter, das über mehrere Straßen Restaurants, Cafés und Lokale aller Stilrichtungen beherbergt.
Zeit, noch was zu trinken oder die Straßen zu Fuß zu erkunden.

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Einige sehen, wie plötzlich Autos anhalten und ein bobbycargroßer Porsche 911 die Straße quert. Drin sitzt ein wuscheliger Hund. „Fährt der das Auto, oder was?“ Alle sind etwas verwundert. Ein Paar läuft hinterher, der Mann vollführt unauffällige Handbewegungen, ferngesteuert, oder was?

Überall fahren Fahrradrikschas im Kalifornischen Stil die Touristen durch die Straßen. Auf Wunsch wird Musik gespielt und auch mal sonor dazu gesungen. Im Dunkeln sind sie wunderschön beleuchtet.

In der Old Spaghetti Factory werden Spaghetti serviert (mmmmmh), dazu gibt’s ein aaaah! Merkwürdig, dass Eistee im Preis enthalten ist, Mineralwasser aber extra bezahlt werden muss. Und eine Flasche Corona Beer 0,3l kostet stolze 7$ (immerhin incl. Bedienung und Steuer).

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Zurück im Hotel wird noch gemeinsam DER Koffer geöffnet und der Inhalt für das Oktoberfest morgen verteilt.
Heute wollen nur noch wenige etwas Weiteres unternehmen. Nur die „Harten“ höre ich noch draussen auf der Pacific Terrace reden und lachen.

2013-10-03 Los Angeles – San Diego:

4:00 Uhr: der Wecker – der Adrenalinspiegel erleichtert das Aufstehen zu dieser ungewöhnlich frühen Zeit. Letzte Frage „Ist an alles gedacht?“ Koffer vor die Haustür, dann werden wohl einige Anwohner der Wiesenstraße durch ratternde Geräusche der Koffertrolleys aus dem Tiefschlaf gerissen. Vor der Pforte von Johnson Controls stehen bereits die Mitreisenden vor „ihren“ zwei Bussen, Gesangvereinskapelle und Akkordeon Orchester bilden zwei Gruppen.

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„Na, schon wach?“, „Hast Du auch vom Government Shutdown gehört?“, ein paar lockere Sprüche, Koffer in den Gepäckraum und dann die erste Passkontrolle beim Einsteigen – jetzt wäre die letzte Chance, ihn zu Hause zu holen.

Beim Durchfahren des Rußmühlerhofs steht Kurt an der Straße und winkt seinen Nachbarn und Bekannten zu. Kurz vor Weisenau ein grandioser Anblick, als man  eine feine Mondsichel am tiefblauen Himmel vor Sonnenaufgang über der kantenbeleuchteten Pyramide sieht.

Ankunft am Flughafen bereits 6:35 Uhr – Ausladen, und dann mit Gepäck durch gefühlte sieben Gates mit Kontrollen der Pässe und des Gepäcks usw. Wieder werden zwei Wege eingeschlagen: die Gesangvereinskapelle nimmt die linke Rolltreppe, das Akkordeon Orchester die rechte. „Hey Willi, DO geht’s no Amerika. Do driwwe lande ner in Russland!“ Alles prima, bis DER Koffer vermisst wird: mit Schlagwerk und bayrischen Trachten zum Oktoberfest. Anruf beim Busunternehmen, eine Sonderfahrt und gerae noch rechtzeitig kann DER Koffer eingecheckt werden. Erleichterung und Freude nicht nur bei der Gesangvereinskapelle.

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Derweil holen viele noch einen Kaffee oder ein kleines Frühstück nach. Die Mädels holen bunte Nylonschnüre aus dem Gepäck und machen Scoubidous, Handies werden auf Flight-Modus umgestellt, man beobachtet die Rollbahn mit den startenden Flugzeugen. Langsam sammeln sich alle am Gate, das Boarding kann beginnen. Jeder findet seinen Platz unter 362 Sitzen in der Boeing 747-8 der Lufthansa LH456.

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Nach dem Take-off lehnen sich alle erst mal zurück. Man klickt sich durch die Mediathek und sucht sich unter großer Auswahl an Hörbüchern, Musikvideos, Edutainment Programmen (Kofferwort für Education und Entertainment) und Filmen etwas nach dem eigenen Geschmack, um die folgenden 11 Stunden Flugzeit zu verkürzen. Gegen den zweiten Hunger wird Hühnchen auf Reis oder vegetarische Ravioli mit Salat serviert. So kann man’s aushalten.

Der Flugkapitän fragt durch den Lautsprecher, ob ein „medical doctor“ an Bord ist. Martin, Rettungssanitäter, meldet sich. Zusammen mit einer Ärztin kann einer Frau mit Schmerzen in den Beinen geholfen werden. Der Crew ist diese spontane Hilfe ein Gutschein der Lufthansa wert. Martin freut sich, obwohl er die Hilfe selbstverständlich geleistet hat.

Amerika – wir kommen…

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… und sind schon da.

Im weiteren Verlauf: gutes Auschecken in Los Angeles, alle Gepäckstücke am Mann, die beiden Busse in Begleitung der beiden Damen Jennifer und Jill warten vor dem Terminal. Sie werden uns die nächsten zwei Wochen durch das Programm leiten.

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Schade, dass Sie nicht den sagenhaften Blick vom Balkon unseres Zimmers, zusammen mit dem Aufbrausen des Windes und der Wellen hören können. Die Surfer lieben es. Und wir werden diesen Tag, wie angekündigt mit einem Picknick am Strand ausklingen lassen.

Alles hat super geklappt. Wir sind überladen mit Eindrücken, die sich erst ein bisschen setzen müssen.

… aber jetzt nichts wie raus zu den anderen…

Man kann noch um einen der mit brennender Feuerschale ausgestatteten Tische sitzen und klönen, einige werfen sich in die Fluten, auch ein Absacker in einer Karaoke-Bar oder das Anschauen eines Baseball Spiels in einer Sportsbar ist möglich. Entlang des Strands finden sich viele Angebote.
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Das Hotel jedenfalls, sieht bei Nacht noch schöner aus, als am Tag.