Krk – Berichte der Reise in der Presse

  • 01.10.18 Rheinpfalz:
    Rockenhausen sorgt für „Nordpfälzer Invasion“ in der kroatischen Partnergemeinde Krk

    Fast 100 Gäste aus Rockenhausen haben sich auf den Weg gemacht in die kroatische Partnergemeinde Krk. Foto: KNOLL
    Fast 100 Gäste aus Rockenhausen haben sich auf den Weg gemacht zur kroatischen Insel Krk. Foto: Knoll
    Die kroatische Insel Krk dürfte sich momentan einer regelrechten Nordpfälzer Invasion ausgesetzt sehen. 98 Teilnehmer aus Rockenhausen und um Umgebung haben sich am Freitag und Samstag mit unterschiedlichen Transportmitteln auf den rund 1.000 Kilometer langen Weg zur Partnergemeinde der nordpfälzischen Stadt gemacht. Den Kern der Delegation, die bis Samstag in Krk bleiben, bilden die Gesangvereinskapelle und das Akkordeon-Orchester Keiper. Die beiden befreundeten Ensembles aus Rockenhausen, die schon mehrmals gemeinsam auf Auslandstournee waren, werden als Höhepunkt am Freitagabend ein Konzert auf dem Marktplatz des kroatischen 7.000-Einwohner-Städtchens geben.
    |bke/kra

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Krk – Rockenhausen: eine Partnerschaft

Hier ein paar links, die die Entstehung der Partnerschaft beleuchten.

Krk – Rückreise

Auch eine Woche ist keine lange Zeit – jetzt geht’s zurück.
Krk, wir erinnern uns gerne an:
– die schönen Begegnungen
– die super Landschaft
– das Essen vom Buffet
– und natürlich an eins der beeindruckendsten Konzerte

Was uns in der Nordpfalz etwas fehlt: Wasser,
das gibt es hier in Kroatien.

Urlauber, kommt und genießt es.

„Iwwer siwwe Brigge musche geh …“
Über die hier – die Brick no Krk bestimmt 🙂

Krk – Ausklang mit Konzert

Spannung liegt in der Luft, wie es heute Abend werden wird:
– 20:00Uhr: Konzert Gradzke glazbe Krk
– 20:30Uhr: offizieller Programmteil mit Bezug auf Partnerschaft
– 21:00Uhr: Konzert der beiden Orchester aus Rockenhausen
– 22:45Uhr: Live Musik

Hier kündigt die Website der Gemeinde Krk das Konzert an.


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Plakate sind in der Stadt und im Hotel platziert.

Vor der Abfahrt der Instrumente zur Konzertlocation fühlen einige erste Regentropfen.
„Was, es soll Gewitter geben? Na toll.“

Autos fahren, viele laufen etwa 15 Minuten.

Dann Aufbau und Anspielen von zwei Stücken. Es ist schon dunkel.

Zum Auftakt spielt die Krk Blaskapelle. Es geht alles so schnell.


Grußworte der beiden Bürgermeister von Krk und Rockenhausen, jeweils übersetzt.
Karl-Heinz Seebald betont in seiner kurzen Rede:
„Wir haben im Rahmen der Partnerschaft schon Kunstausstellungen, einen internationalen Jugendaustausch und verschiedene Besuche gemacht.
Wir haben das Beste was wir musikalisch in Rockenhausen haben hierher geschickt. Hören Sie die beiden Orchester und pflegen Sie die Partnerschaft.“

Im Folgenden ein paar Eindrücke des Konzerts:


Karl-Heinz Seebald: „Sie waren wunderbare Botschafter, vielen Dank.“

Anschließend spielt eine kroatische Band Livemusik und begeistert mit Pop, Soul und Blues.
Es ist eine entspannte, gute Stimmung auf dem Platz, umgeben von historischen Gebäuden.
 

Wir wurden auch von anderen Touristen beobachtet und wahrgenommen.


Spaziergang nach Krk


Unterwasser Perspektive vom Semi-Submarine.
Die Brandbarben mögen uns und begleiten das U-Boot als Schwarm.


Noch einmal das reichhaltige Buffet genießen,


ein schönes Restaurant, wir werden es vermissen.

Krk – Weinprobe in Vrbnik

Der heutige Reiseführer Damir lässt beim Erzählen über die Tiere Kroatiens ein Foto im Bus herumgehen.
Es zeigt

links: seinen Bruder mit Tochter
rechts: Damir
Mitte: ein blauer Hai, den sein Bruder in der Kvarner Bucht gefangen hat.
Diese Tiere werden immer wieder hier gesehen.

Die Busfahrt nach Vrbnik dauert mit Umwegen, um ein paar markante Stellen zu zeigen nur etwa eine 3/4 Stunde.


Eine schöne Kulisse für ein Gruppenfoto. Heute passt die türkis Farbe perfekt zu Wasser und Himmel.


Die kleine Stadt auf dem Berg.


Gibt’s das wirklich?


So ein BLAU?


Hier gibt es eine sehr kleine Tür in den Ort, durch die wir nur in gebückter Haltung passen.


Mit nur 45cm Breite ist das die engste Gasse auf Krk. Zum Glück ist Kai vorher aus seinem Rollstuhl ausgestiegen.


In Vrbnik ein modernes Lokal für die Weinprobe


Hübsch gedeckte Tische sind für uns vorbereitet.
Gemütlich nehmen wir nach dem Feigenschnaps zur Begrüßung
drei Weine:
– Weißwein: Vrbnička žlahtina
– Rotwein:  Gospoja
– weißer Süßwein: Vrbnička Toljanić

– dazu: Pršut, (Luftgetrockneter Schinken) und Käse

Als krönenden Abschluss muss noch die Hymne auf RockTown gesungen werden.


noch’n Gruppenfoto (ähnlich dem legendären Foto vor der GoldenGateBridge 2013


s‘ Chörche macht a noch e Bild

 

 

 

 

Wer mehr über Krk lesen möchte:
hier ein Flyer über die Attraktionen der Insel.

Krk – mit dem Schiff zur Insel Rab

Heute werden wir von Marina durch den Tag begleitet. Der Name ist Programm, denn wir werden eine Schifffahrt zur Insel Rab machen.

Sammlung in der Lobby,


zu Fuß zum Hafen in Krk


Blick vom Schiff zurück Richtung Krk


Das Schiff hat drei Ebenen, die alle von uns erkundet werden


Der Blick Richtung Süden ist faszinierend:
– die Sonne
– ihr funkelndes Spiegelbild auf der Wasseroberfläche
– blauer Himmel fast ohne Wolken
– blaues Meer
– nur wenn ein anderes Schiff, Segelboot oder Yacht kreuzt, verstärken sich die Wellen

Dann werden wir auf 280 in der Adria beheimatete Delfine aufmerksam gemacht, von denen man mit etwas Glück ein paar zu Gesicht bekommt.


Wir haben ein bisschen Glück, einige dieser Meeressäuger begleiten unser Schiff und springen immer wieder aus dem Wasser.


Das Schiff dreht eine Extrarunde um die Beobachtung etwas länger zu ermöglichen.


Man kann nicht nur konzentriert die Wasseroberfläche nach Delfinen absuchen.
Mal abschalten und entspannen tut gut.


Nach etwa zwei Stunden Fahrzeit ist die Insel Rab mit der gleichnamigen Stadt erreicht.


Zuerst machen wir nochmal ein Gruppenfoto


und erhalten jede Menge wissenswerte Informationen über die Stadt


die Geschichte


die Vegetation


einen kurzen Einblick in Meeresbiologie


Dann können wir noch eine schöne Zeit nach eigenem Belieben verbringen


Zum Beispiel die Füße ins bis dahin klare Wasser stellen, wie „die drei von der Tankstelle“
„Ach, jetzt sinns vier“


eine Sandburg bauen


Steine über’s Wasser springen lassen,
an der Strandbar gemütlich etwas trinken,
Souvenirs einkaufen,
Eis essen, …

Zurück am Schiff wird uns entsprechend vorheriger Meldung ein Salatteller mit gegrillter Makrele oder ein Putensteak serviert.

Dadurch wird die Rückfahrt etwas kurzweiliger.


Heute haben wir auch endlich das Schild „Rockenhausen 1004km“ entdeckt, das an einer Nebenstraße in ca. 4m Höhe angebracht ist.


Auf dem Fußweg vom Hafen zum Hotel wieder die intensive Lichtspiegelung der tiefstehenden Sonne auf dem leicht gekräuselten Wasser.


Das lädt viele ein, noch einmal ins Wasser zu springen, und das Nass zu genießen.

 

Krk – Plitvicer Seen


Krk bei Sonnenaufgang

FRÜHstück schreibt sich heute groß, da schon um 8:00Uhr die beiden Busse für eine längere Bustour zu den berühmten Plitvizer Seen vor der Tür stehen. Diese gehören zum ersten und größten Nationalpark Kroatiens, der auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO steht.


Hier Bus 2 bei Überfahrt der Krk Brücke Richtung Rijeka

Im Bus:

„Mer wollden geschdern Owend nochwas dringe, wuschden awwer net was. Habbisch de Kellner gefrood, was sei Lieblingsgedränk is. Ich kann net widderhole, was er empfohl hod. Awwer das hab ich beschdellt.Es war e Schwarzbier. Oer, was e Gebräu. Beim erschde Schluck wusst ich wie alt ich bin. Beim nekschde hab ich iwwer kreiz geguckt. Isch wääs, warum er das gebrung hodd. Der wollt frieh Feierowend mache.“

Die Reiseleiterin erzählt mit einem Witz, wie sparsam Kroaten sind:
„EinKroate hat einen schottischen Freund und besucht ihn in Schottland. Zur Begrüßung erhält er einen Kaffee, der aus einer gemahlenen Bohne gebrüht ist. Er wundert sich.
Als im nächsten Jahr der Schotte seinen kroatischen Freund besucht, bekommt er zur Begrüßung eine Tasse heißes Wasser. Auf die Frage, was es damit auf sich hat, sagt der Kroate: „Dein Kaffee letztes Jahr war so stark!“

Weiter erklärt sie „Unser Busfahrer ist eine Frau, eine Expert. Manchmal, sie hat Schnaps für die Reisegäste, dann sie sind relaxiert.“ „Mit Schnaps lösen wir Kroaten alle Probleme: Honigschnaps hilft gegen Erkältung, meine Oma reibt sich mit Kräuterschnaps die Gelenke ein, Feigenschnaps …


Unsere Küstenstraße wird vom ADAC als schönste Küstenstraße Europas benannt. Wir sehen einige Wellen auf dem Meer, die durch den Bora so aufgewühlt werden.


Auf der gegenüberliegenden Nordseite der Insel Krk sehen wir den Küstenstreifen, der durch die rauhe, salzhaltige Seeluft kahl und unbewachsen ist.


Hier verläuft der 45. Längengrad, also befinden wir uns auf halber Höhe zwischen dem Nordpol und dem Äquator.


Hier ist auch in Senj die Festung Nehaj aus dem 16. Jahrhundert.


Spuren der Konflikte auf dem Balkan der 90er Jahre sichtbar


Zum Zeitvertreib wird aus einem Geldschein ein Origami Schmetterling gefaltet.
„Das iss kää Schmetterling, das iss e  Falter“

Um den ersten Hunger zu bewältigen, werden „Kekse mit Cerealien“ herumgerecht.
„Mh, die sinn richtisch gut! Do hodd mer noch e halb Schdunn dro.“
„Die siehn zwar aus wie vebrennt, schmeggen awwer gut“
„Was?“
„Du musch emol Pälzisch Nohilfeschdunn nemme.“
„Also angebrannt wird in Kriesfeld Ogebrennt gesproch, in Kusel ANgebrennt, unn in Roggehause saad mer Ogebrennt.“
„Un die Steigerung iss:
ogebrennt > ingebrennt > vebrennt > abgebrennt“
„Insolvent!“
„Odder ganz ääfach Schwarz“


Wir biegen von der Küstenstraße ab, und die weitere Fahrt führt durch scharfe Serpentinen auf ein Plateau, etwa 500 bis 700 Meter über NN. Es ist den bewölkt und die Außentemperatur liegt bei 2-5°C. Bergrücken sehen durch die Busscheiben sehr reizvoll aus.


Unser Weg durch den Park:



Anstehen für Fotos an den schönsten Aussichtspunkten


Selfies





oder Fotos vor reizvollem Hintergrund


Auch Kinder kommen auf ihre Kosten


zwei kurze Fahrten mit Fähren


Das Chörche singt ein Lied

 


Da die Menschen in der Kargen Bergregion von Landwirtschaft leben, wird hier Käse und Honig produziert, sowie Schnäpse aus Kirsch, Pflaume, Honig, Feige, …
An einem Gehöft können lokale Produkte erworben werden


Bei der Rückfahrt, ein wunderschöner Sonnenuntergang (schwer aus dem fahrenden Bus zu fotografieren)

Krk – Tag zur freien Verfügung

Heute gibt’s nicht viel zu schreiben. Vielleicht können einige Fotos die Impressionen wederspiegeln:


Saftbar beim Frühstück


Frühstück mit Weitblick


Goldbraune, knackige Brötchen


Warten bis der Spaziergang beginnt


Eine Spieluhr mitbringen? Aber welche Melodie?


Eine Fahrt mit dem „Red Submarine“ und durch die Unterwasserbullaugen Fische betrachten


Imbis im Secret Garden


Spaziergang durch Blind Alleys und enge Gässchen


moderne Architektur der Konzert Turnhalle trifft hier auf Mittelalterliche Kirchen


viele nette Lädchen laden zum Bummeln ein

 


Einfach am Pool Spaß haben

Die Gesangvereinskapelle hat sich verabredet, 17:00Uhr in der Bucht eine kleine Generalprobe vor dem Konzert zu machen.
Die Instrumentalisten packen und ziehen los.
Notenständer aufgebaut, Instrumente auspacken und los geht*s.

Ganz schnell sammeln sich Zuhörer. Stimmung kommt auf und ein Stück nach dem anderen wird aufgerufen, Noten aufgelegt und mit Begeisterung gespielt.

Vor dieser Kulisse macht es Riesenspaß, selbst die Akustik ist gut.












Dann singen Thorsten und Klaus „Hey Rocktown“ mit.


Sarah kommt dazu, „Über 7 Brücken“, Rockeheiser Fresser“, „Atemlos“, „PUR Medley“ und andere werden mit Elan und großer Begeisterung gesungen.


Als Marco etwas verspätet auftritt, tritt er wie eine „Diva“ auf.
„Mensch mirr singen uns schunn e halwie Schdunn die Seel ausem Leib, dass die Leit e bissje klatschen. Unn du kummsch zu speet, awwer all sinn ausem Heisje.“
„Ja dass musst ich mer hart erarweide. Ich merk halt, dass ich älder wer. Ich brauch länger im Bad.“
Jetzt sind die SängerInnen bereit für „Sexbomb“.


So wird die Probe zu einem Spontankonzert mit Niveau und Superstimmung.
Als die Regentropfen größer werden, wird zum Abschluss „It’s raining man“ gespielt. So können gerade noch die Noten und Instrumente vor dem Regen in Sicherheit gebracht werden.

Nach dem Abendbuffet spielt unser Busfahrer als Alleinunterhalter auf.

Krk – Busrundfahrt Insel Kosljun Dobrinj

Es gibt ein perfektes Frühstück mit Buffet für jeden Geschmack, sogar „local & healthy “, teilweise mit Tisch im Wintergarten mit Buchtblick.

Wir haben die Wahl im Partybus 1 oder der Seniorenkutsche zu fahren. Die Reiseleiterin begrüßt uns „reisende Engel“ bei entsprechend lachendem Himmel. Ihre Freunde nennen sie „Radio Ingrid“ was wir im Laufe des Tages durchaus verstehen können, erzählt sie uns doch fast ohne Pause alles Wissenswerte über Krk.

„Amerikaner reisen, um de Welt zu sehen“ klärt sie uns auf. „Japaner dagegen wollen reisen, um zu fotografieren. Deutsche sind unterwegs, um zu sehen, ob das Programm korrekt durgeführt wird.“ Aha, deshalb erfahren wir bei jeder Etappe in Minuten und Sekunden, wie lange es dauert.

Bei einem Krk Rundgang lernen wir, dass Krk die größte Stadt auf der Insel Krk ist, eine von 30 Inseln in der Adria Bucht, die zweitgrößte der insgesamt 1246 Inseln Kroatiens. Nur 46 davon sind dauerhaft bewohnt.

Wichtigster Wirtschaftszweig Kroatiens ist der Tourismus. Ansonsten wird Landwirtschaft betrieben.  Oliven werden Ende Oktober geerntet, wobei dann die ganze Familie gefragt ist. Kinder, Freunde und Verwandte müssen bei der langweiligen Handarbeit helfen. Netze werden unter den über dreißig Jahre alten Bäumen ausgelegt, dass auch herabfallende Früchte gesammelt werden können. Jüngere Bäume tragen noch keine Früchte, der älteste Olivenbaum der Insel hat schon 1300 Jahresringe. Bei Feigenschnaps arbeiten die Mannschaften bis zum Abend. Die Oliven müssen noch am selben Tag bei maximal 26° gepresst werden. Ein Baum trägt 20-30kg Oliven. Daraus können 2-3 Liter Olivenöl gewonnen werden. Das „goldene Tröpfchen“ ist so gesund, dass man bei regelmäßigem Verzehr „solange lebt, bis man stirbt.“

Feigenschnaps ist ein Produkt der Feigenbäume, die meist zwischen den Olivenbäumen wachsen. Außer frischen Feigen, werden auch „lässt man auch Früchte auf holzige Brett trocknen. Verpackt mit Lorbeerblätter als Konservierung sind sie gut haltbar.“ Auf dem steinigen Karstboden gedeihen beide Baumarten und sorgen für wichtigen Schatten für die Kräuter am Boden. Wilde Arten von Salbei, Thymian und Basilikum sind wertvolle Nahrung für die teilweise freilaufenden Schafe. Neben Herdenschafen, die von Hirten betreut und täglich mit Glöckchen zum Melken herbeigerufen werden, sind die freilaufenden Schafe manchmal monatelang auf den unbewohnten Inseln sich selbst überlassen. Mit 130.000 Tieren sind sie gegenüber 17.000 Inselbewohnern glatt in der Überzahl. Das Fleisch der Lämmer ist durch die wilden Kräuter sehr aromatisch. Häufig sieht man entlang der Straße niedrige Trockenmauern aus aufgeschichteten Kalksteinen. Diese wurden vom Boden aufgelesen, um die Grundstücke voneinander zu trennen, und den Schafen ihre Weidebereiche zu begrenzen. Im Hochsommer dienen sie den Tieren auch als Schattenspender, im Frühjahr und Herbst Schutz gegen den Bora.

Bora ist ein heftiger Wind. Wenn der weiße Bora weht, „hängen die Metzger die Schinken in die Bäume. Die salzige Luft lässt sie trocknen und verleiht dem Prscut seinen würzigen Geschmack.“

Neben verschiedenen Möven und Entenarten, leben auf Krk auch 80 Weißkopfgänsegeier Paare. Als Jungtiere machen sie „Urlaub in Griechenland und Österreich“, kehren dann nach Krk zurück. Paare bleiben lebenslang zusammen und brüten auf unbewohnten Inseln.

 

Vom Fischerdorf Punat steht für acht Minuten, 10 Sekunden eine Schifffahrt zur Klosterinsel Kosj an. „Wichtigstes kroatisches Wort ist „pomoći „ =„Hilfe“, da die Fähre Titanic heißt. „Die Haie freuen sich über unseren Ausflug, heute“.

Das Kloster auf Kosj war im 18. Jahrhundert von Benediktinern nach ihrem Motto „bete und arbeite“ geführt. Es wurde Fischfang, Schaf-, Ziegen- und Eselszucht betrieben. Und ein gutes Bier gebraut. Daneben wurde in Salinen wertvolles Sals gewonnen, das den Frankopani half, in Rom politische Ziele zu erreichen. Außerdem wurden die in den Wäldern reichlich lebenden Marder gejagt, deren Felle als Zahlungsmittel für Steuern akzeptiert wurden.

 

Wir konnten ein bisschen Bau- und Lebensweise auf der Insel im Museum kennen lernen. Außerdem beeindruckende Exponate von Muscheln, Schnecken und anderen Meeresbewohnern.

Mit der Fähre zurück auf Krk, fahren wir nach Dobrinj, einem verwinkelten Dorf mit einer Schänke. Vor ihr sitzen viele junge Männer und singen mehrstimmig zur Gitarre, gut klingt das.
Wir erfahren noch von Radio Ingrid, dass dieser Ort seit dem Jahr 2000 durch den österreichischen Künstler Peter Infeld eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Er kaufte in den 1990er Jahren ein Patrizierhaushaus mit 400 m°2 und renovierte es aufwändig mit Materialien aus Österreich im Stil einer Galerie. Seitdem werden hier Kunstwerke aus der reichhaltigen Sammlung der Familie Infeld der Öffentlichkeit gezeigt.

Nur wenige Meter weiter eröffnet sich uns plötzlich ein umwerfender Blick auf die Bucht und die Berge des gegenüber liegenden Festlandes. Hier muss man Fotos schießen.

 

Ingrid wagt eine steile Behauptung als sie sagt „Wir essen hier viele Oliven und trinken Slivovitz. Was schätzen Sie, wie alt ich bin?“ Ihr Kollege Nenad aus dem Partybus antwortet schnell „80“, Ingrid darauf „und Nenad ist 85“. In diesem Moment beginnen die Glocken am Turm über uns zu lauten, und jede Diskussion ist unmöglich.

 

Zurück am Hotel, wollen etliche noch in der Bucht schwimmen gehen.

 

Andere sitzen lieber mit einem Glas Pan (Krk Bier) an der Strandbar und genießen die Aussicht mit trockenen Füßen. 

Das Abendessen stellt mal wieder vor schwierige Entscheidungen: Fischgericht, Fleisch oder eher Pizza? Es gibt soviel Auswahl, und alles duftet, sieht lecker aus und schmeckt mindestens phantastisch.

Die Livemusik schließlich macht noch richtig Laune, mit bekannten Hits bis hin zu „Rock-Town“ singen die meisten gerne und laut mit.
Als Marco „Purple Rain“ singt, explodiert die Stimmung. Nun übernimmt er das Musikprogramm mit Thorsten und Sarah begeistert mit „I will survive“

ROK 2 KRK – eine neue Reise der beiden Orchester

Diese Reise geht ein bisschen anders:
von den Mitreisenden sind je etwa ein Drittel mit Privat PKW, per Bus, bzw „Flieger“ unterwegs. Die Flugreisenden können heute früh als letzte aufbrechen.
Kai lässt sich zu seinem Geburtstag gratulieren. Er durfte am Morgen schon einige Geschenke auspacken. Ohne Feier mit Freunden startet er mit großer Gesellschaft nach Krk.

Die Flugreservierungen werden im Bus ausgeteilt: „Reihe 21, is das noch im Fliescher, odder uff’m Balkon?“

Jemand erinnert sich „Wääsche eigendlich, dasses schunn 5 johr her iss, dass mer in Ameriga warn? Unn schunn zwää Johr seit Pole? Wie die Zeit vegeht! Unn wohi fahrmer als nexschdes? Iss dann Rognac dran? Amm liebschde dede mer widder uff Ameriga fahre, odder?“

Marko musste noch seine Katze aus dem Koffer scheuchen, dass sie nicht versehentlich mit auf Reisen geht.

Jana und Sarah haben schon am Vormittag erste Fotos von Krk gepostet, nachdem sie mit als erste das Ziel erreicht haben. Sieht super aus.

In Frankfurt ist einiges los, denn heute ist der erste Herbstferientag.
Alle Warteschlangen sind länger als üblich, aber das Sicherheitspersonal ist sehr freundlich und alles klappt.
Check absolviert, geboardet, dann stehen auch wir nicht vor dem Flugzeug, sondern einem Bus, der uns dorthin bringt. Fast 15 Minuten Fahrt quer übers Rollfeld.

Oh, keine Lufthansa Maschine, sondern eine von Air Nostrum. Naja, jede und jeder findet Platz. Die Flugbegleiterinnen müssen noch eben eine schwarz-gelb gestreifte blinde Passagierin einfangen und nach draußen befördern. Wespen an Bord sind eher unerwünscht. Dann kann es losgehen.
Die Turbinen heulen auf und die Maschine beginnt zu rollen „schalde, hopp schalde unn Sprit spare!“ meint jemand hinter uns.
Als nach dem Austeilen der Sandwiches „Chicken or Cheese?“ die Flugbegleiterinnen ein weiteres mal den Gang entlang kommen, kommt die Feststellung „Aah, jezz kummd de Kaffee; e Schdiggelsche Grimmelkuche deedich aach nemme“ 🙂

Über den Alpen sind die Berge recht klar sichtbar. Man müsste das Fenster aufmachen können, um einen besseren Blick zum Fotografieren zu haben.

Nach der Landung in Zagreb sind es noch etwa drei Stunden Busfahrt:
durch viele Tunnels, überall Einblicke in eine reizvolle Bergwelt, über die Krk Brücke zum Ziel: „Hotel oberhalb einer Adriabucht mit phantastischem Swimmingpool. “

Wir werden mit lautem Hallo durch die Bus- und PrivatfahrerInnen begrüßt. Zimmer beziehen, und ein bisschen die Umgebung erkunden ist angesagt.


Es ist klasse: gerade geht die Sonne hinter Krk unter und spiegelt sich tausendfach funkelnd auf dem Wasser.
Felsen säumen die Bucht, Kiefern und Steineichen stehen entlang des Uferwegs. Man hat Blick auf das türkisfarbene Meer und es riecht würzig, fast überdeckt durch einen den Hunger herausfordernden Essensduft.

Das Hotel spendiert einen Sekt zur Begrüßung,

Kai und Beate wird ein „Happy Birthday“ gesungen und dann treffen sich alle am reich gedeckten Abend-Buffet bei lokalen Spezialitäten; das ist Urlaub.

SommerZeit – Blech trifft Taste

Gesangvereinskapelle und Akkordeonorchester konzertieren

Den Auftakt zum diesjährigen Festival „SommerZeit“ am Freitag 22.06.2018 20:00Uhr bestreiten die beiden größten Orchester aus Rockenhausen: Das Akkordeonorchester Keiper und die Gesangvereinskapelle. Gemeinsam versprechen sie mit einem bunten Strauß an Melodien einen unterhaltsamen Abend. Ob Klänge aus Japan oder New York, irische Melodien oder der klassische March – für jeden Geschmack ist bei diesem Cross-Over Konzert etwas dabei.

Das Konzert stellt dabei auch den Auftak zu der diesjährigen Konzertreise in die Partnerstadt Krk / Kroatien dar. Nach der großen USA Tournee im Jahr 2013 ist dies bereits die dritte gemeinsame Reise.

Die Gesangvereinskapelle Rockenhausen steht mit ihren rund 40 Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Heiko Opp. Das im Jahr 1954 gegründete Orchester ist als wichtiger Kulturträger der Stadt Rockenhausen mit seinen Konzerttätigkeiten fester Bestandteil der Region. So lässt sich etwa das alljährliche Frühjahrskonzert seit langem nicht mehr aus dem Kulturkalender der Stadt wegdenken.

Das Akkordenorchester Keiper Rockenhausen mit seinen rund 25 Musikerinnen und Musikern begeistert mit seiner abwechslungsreichen Akkordeonmusik auf hohem Niveau und ist seit 1971 im kulturellen Leben der Stadt Rockenhausen fest verankert. So zeigt sich die hohe Qualität des Orchesters auch darin, das einige Spieler bereits sehr erfolgreich an Landes- und Bundeswettbewerben, sowohl einzeln als auch im Ensemble teilgenommen haben. Das Orchester steht unter der Leitung von Jürgen Dorsch. Aktuell hat Yasmin Eichler mit dem Prädikat „ausgezeichnet“ den rheinland-pfälzischen Akkordeon Musikpreis 2018 gewonnen und sich damit für die deutsche Meisterschaft qualifiziert. (ps – aus: Wochenblatt 21.06.18)

 
 

 

Warum Töne erst mit Seele Musik werden – Frühjahrskonzert der Gesangvereinskapelle Rockenhausen führt in die Welt der Musicals

Von Carolin Walther (in: Rheinpfalz 26.03.18)

 

Am Samstag fand das traditionelle Frühjahrskonzert der Gesangvereinskapelle Rockenhausen statt. Unterstützt wurde sie vom Ensemble des Akkordeon-Orchesters Keiper. In diesem Jahr aber nicht im ,,musikalischen Wohnzimmer“, der Donnersberghalle, wie Heiko Opp bei seiner Begrüßung sagte, sondern in der VTR-Halle. Eine Terminüberschneidung war der Grund dafür. Aber auch der neue Aufführungsort hatte genügend Charme und eine gute Akustik, um dem hochwertigen musikalischen Programm gerecht zu werden.

Ganz traditionell eröffnete das Jugendorchester unter Leitung von Annika Geib die sehr gut besuchte Veranstaltung, die dieses Jahr unter dem Motto ,,Musicals“ stand.

Bekannte Melodien verzauberten das Publikum und wurden mit tosendem Applaus bedacht. Unter den begeisterten Zu schauern begrüßte Dirigent Heiko Opp auch die Pfarrer Horbach und Gaul sowie Stadtbürgermeister Karl-Heinz Seebald, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rockenhausen, Michael Cullmann, und Landrat Rainer Guth. Cullmann ehrte in seiner Funktion als Vorsitzender des Musikkreises Donnersberg einige Musiker und Musikerinnen für ihr Engagement in der Musik und beglückwünschte junge Menschen zu bestandenen D-Prüfungen.

Durch das Programm führten Mitglieder des Jugendorchesters und Bernd Fetzer. Mit vielen  Anekdoten stimmte er die Zuhörer auf die Stücke ein. Er hatte sich zum Beispiel die Mühe gemacht und die Töne des Stücks ,,Schweizerische Rhapsodie“ gezählt, das das Ensemble des Akkordeon-Orchesters zum Programm beisteuerte. 810 waren es, verteilt auf etwa vier Minuten. Die Herausforderung war allerdings, dass das Stück nicht konstant in einem Tempo gespielt wird. Die Rhapsodie begann langsam, mit langen Tönen und steigerte sich stetig in Lautstärke und Tempo. So entstanden Passagen, die weit mehr als die von Fetzer errechneten drei Töne pro Sekunde hatten. Musik lässt sich aber eben nicht berechnen. Rein technisch gesehen sind Töne Schallwellen in einer bestimmten Frequenz. Was sie zu Musik werden lässt, sind die Menschen, die auch ihr Gefühl und ihre Seele mit einbringen.

Mit Freude saßen die Musiker und Musikerinnen auf der Bühne und hauchten dem Stück Leben ein, gaben ihm ihren eigenen Stil mit. Es gab tolle Soli der verschiedenen Instrumentalgruppen und gar ein Gesangssolo aus den Reihen des Jugendorchesters zu hören. Einige Lieder wurden liebevoll mit Kostümen ergänzt. Beim ,,König der Löwen“ beispielsweise prangte ein großer Löwenkopf am Bühnenrand, begleitet von Affe, Zebra und Elefant.

Beim Hauptthema zum Musical und gleichnamigen Film ,,Rocky“ sah bestimmt jeder, der beides schon einmal gesehen hat, die Szene vor sich. Dramatisch stimmten die Blechbläser ein, der Spannungsbogen schwang sich bis zum bekanntesten Teil des Stücks. Warm und herzerweichend spielten die Holzbläser bei ,,You’ll be in my heart“ aus dem Musical ,,Tarzan“. Mit Hilfe der tollen Percussion und Stimmen kam echtes Dschungel-Feeling auf.

Das Akkordeon-Orchester Keiper spielte bekannte Melodien aus Klassik und Pop in einem Medley. An diesem Abend tanzten die Vampire durch die WR-Halle, der Starlight Express rauschte vorbei, und auch das Phantom der Oper war zugegen.

Am Ende durfte eine Zugabe fürs begeisterte Publikum natürlich nicht fehlen.

EHRUNGEN:

Für fünf Jahre aktive musikalische Arbeit: Aileen Busch, Aaron Buschmeyer;
Für zehn Jahre: Bernd Fetzer, Celina Schwab, Hannah Opp, Cedric Cullmann, Ester Masurat;
Für 20 Jahre: Simone Hemmer, Carolin Schneider, Annika Geib;
Für 30 Jahre: Alexandra Koch.
Bestandene Prüfung zum D1-Lehrgang: Ruben Buschmeyer;
D2: Ruben Buschmeyer; Laura Willenbacher, Lilli Knoll;
D5: Mara Niebling .