Konzert Juni 2013

Samstag, 15.06.2013 Donnersberghalle Rockenhausen:

Zeitungsartikel in DIE RHEINPFALZ vom Montag, 17.06.2013:
(mit freundlicher Genehmigung der Rheinpfalz Redaktion und des Autors Markus Henz)

Absolut fit für die USA-Tournee

ROCKENHAUSEN: Akkordeonorchester Keiper und Gesangvereinskapelle begeistern 350 Besucher

Eigentlich hätte die gemeinsame USA-Tour 2013 von Akkordeon-Orchester Keiper und Gesangvereinskapelle Rockenhausen direkt am Tag nach dem Konzert in der Donnersberghalle starten können. Denn musikalisch fit sind die jeweils 32 Musiker der beiden Ensembles allemal. Das stellten sie am Samstag eindrucksvoll vor rund 350 Besuchern unter Beweis.

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Akkordeon Orchester

Und die ließen sich vom Fleck weg gefangen nehmen vom einleitenden Schlagzeugsolo des Akkordeonorchesters, zu dem sich Paukenwirbel gesellten, ehe die Musiker Richtung Bühne marschierten, ihre Plätze einnahmen und ein Arrangement von Beethovens fünfter Symphonie anstimmten. Rhythmisches Klatschen begleitete das Ensemble auf dem Weg zur Bühne, um dann aufmerksam gespannter Stille zu weichen, als die berühmten drei ,,Schicksalsschläge“ erklangen. Dass das Gehörte gefallen hatte, quittierte das Publikum mit begeistertem Applaus, was für Nordpfälzer Verhältnisse nach dem ersten präsentierten Titel durchaus bemerkenswert ist.

Entsprechend stolz und selbstbewusst begrüßte Heiko Opp die Besucher und verwies darauf, dass unter den 64 Musikern, die sich im Oktober auf den Weg über den großen Teich machen werden, immerhin 22 Personen unter 18 Jahren sein werden. Und er vergaß nicht, sich beim Initiator und Hauptsponsor Martin Putsch zu bedanken, worauf dieser in seinem Grußwort erwiderte, dass es ein Konzert zum 4O-jährigen Bestehen des Akkordeonorchesters war, das ihn auf die Idee gebracht hatte.

Unter der bewährten Leitung von Jürgen Dorsch verbreiteten die Musiker im Anschluss mit Dimitri Schostakowitschs Walzer Nummer zwei die etwas verruchte Atmosphäre französischer Varietés zu Beginn des 20. Jahrhunderts um mit einem Medley aus ,,Armageddon“ zu zeigen, dass auch Filmmusik zu seinem Repertoire gehört. Ebenso wie locker-legerer Swing wie bei ,,Sweet Georgia Brown“. Für viele gehört der charakteristische Klang des Akkordeons untrennbar zu Frankreich wie Rotwein und Baguette, weshalb der Titel ,,Es gibt nur ein Paris“ vielleicht am authentischsten wirkte. Außergewöhnlich war aber auf jeden Fall der schunkelnde Schlagzeuger, den es so wohl nur ganz selten zu erleben gibt, und der aus dem Hintergrund mindestens ebenso effektiv das musikalische Geschehen steuerte wie Jürgen Dorsch am Dirigentenpult. Als Lohn für den ,,Fingertanz“ bei ,,The Lord of the dance“ erklatschte das Publikum vor der Pause die erste Zugabe, die mit ,,Rock around the clock“ bereitwillig und mitreißend gewährt wurde.

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Haben genau 110 Tage vor dem Abflug auf ihre USA-Tournee über 350 Besucher in der Donnersberghalle begeistert: die Gesangvereinskapelle Rockenhausen und das Akkordeon-Orchester Keiper. Von den 64 Musikern, die den Weg über den großen Teich am 03. Oktober antreten, sind 22 unter 18 Jahre alt. (Foto: KRE)

Im zweiten Durchgang war die Gesangvereinskapelle am Zug, die zunächst den ,,Florentiner Marsch“ aus der Feder von Julius Fucik präsentierte und damit das traditionelle Fach gängiger Blasmusik bediente. Mit Zitaten aus einem Mozart’schen Klavierkonzert, die zur Untermalung einer skandinavischen, tragischen Liebesgeschichte den Weg in die Kinos fand karnen nicht nur klassische Momente ins Spiel, sondern auch eine aparte Mischung aus Zirkusluft und Melancholie. Regelrecht weggeblasen haben dann im Anschluss Alexandra Koch, Martin Neu und Jörg Willrich als solistisches Trompetentrio bei Leroy Andersons packendem Titel ,,Buglers Holiday“. Damit man in der Neuen Welt auch als Botschafter aus Europa wahrgenommen wird, durfte natürlich neben dem zu Beginn gespielten Marsch eine Polka nicht fehlen. Ausgewählt hatte Heiko Opp dafür den ,,böhmischen  Traum“ von Norbert Gälle. Und mit James Bond-Melodien, ,,The best of Beatles“ sowie ,,Udo Jürgens live“ bewies das Ensemble, dass es auch in Sachen Literaturauswahl auf der Höhe der Zeit ist.

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Gesangvereinskapelle im Konzert

Als Reminiszenz an die künftigen Gastgeber vereinigten sich am Ende die beiden nordpfälzischen Klangkörper zu einem symphonischen Gemälde voller unterschiedlichster Impressionen mit Jacob de Haans ,,Dakota“, das frenetisch gefeiert wurde. Die Begeisterung, die im Vorfeld der großen Reise ausgebrochen ist und in der Begrüßung angesprochen worden war, übertrug sich von Anfang an auf das Publikum.

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gemeinsame Zugabe

Es braucht keine prophetischen Gaben, um sich auszumalen, dass manch einer der 64 Musikamateure die Tage zählt, bis es endlich losgeht. Für alle anderen der Stand heute: bis zum Abflug am 3. Oktober sind es noch genau 108 Tage. (mhz)

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